Am 24. Dezember ereignete sich in der vorübergehend besetzten Stadt Berdjansk in der Region Saporischschja eine Explosion. Unbekannte sprengten ein Auto, in dem sich vermutlich der Vorsitzende des Besatzungsrates, Wassyl Netschet, befand. Dies berichtete Petro Andrjuschenko, ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, auf seinem Telegram-Kanal.
„Heute Morgen explodierte in Berdjansk, in der Jewropejska-Straße, ein Auto im Hof eines Hauses und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Explosionsopfer wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert. Zuvor befand sich der Chef des Besatzungsrates, Wassyl Netschet, in dem Wagen“, schrieb Andrjuschenko auf dem Telegram-Kanal.
Laut Andryuschenko leitete Nechet vor der Besetzung der Stadt das Kulturzentrum „Neftokhimik“. Während der Einnahme der Stadt durch die russische Armee wechselte er die Seiten und beteiligte sich aktiv an der Bildung der Besatzungsregierung. Andryuschenko merkt außerdem an, dass Nechet der Putin-treuen Partei „Einiges Russland“ beitrat und zum Vorsitzenden des Besatzungsrates ernannt wurde – er leitete den sogenannten „Berdjansker Stadtrat der Abgeordneten“.
„Er steht im Verdacht der ukrainischen Nationalpolizei, eine Straftat gemäß Artikel 111-1 Absatz 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches begangen zu haben – gemeinschaftliche Tätigkeit“, betont Andryuschenko.
Die Details der Veranstaltung werden derzeit noch geklärt.
Vernichtung der russischen Besatzer
Wie UNIAN berichtete, wurde der russische General Igor Kirillow kürzlich in Moskau durch einen Sprengstoffanschlag getötet. Auch sein persönlicher Assistent kam dabei ums Leben. Die Explosion ereignete sich in einem Innenhof im Moskauer Stadtteil Nischni Nowgorod und ließ Fensterscheiben umliegender Wohnungen bersten. Ersten Erkenntnissen zufolge war am Ausgang des Gebäudes ein Sprengsatz platziert worden.
Anfang Dezember wurde dann das Auto des Leiters der Olenivka-Kolonie, Serhij Jewsjukow, im Zentrum von Donezk in die Luft gesprengt, und er kam dabei ums Leben.

