Das staatliche Ermittlungsbüro meldete die Festnahme zweier Soldaten aus der Region Charkiw und ihres zivilen Komplizen. Sie stehen im Verdacht, Dieselkraftstoff von einer Militäreinheit gestohlen zu haben. Laut Ermittlungen fälschten die Verdächtigen die Einsatzdaten der Einheit und schufen so einen Überschuss an ungenutztem Kraftstoff. Diesen verkauften sie anschließend in großen Mengen in der Region zu 35 UAH pro Liter. Drei Verkäufe von jeweils acht Tonnen wurden dokumentiert – insgesamt 24 Tonnen für fast eine Million UAH.
Bei der Durchführung der dritten Razzia wurden alle drei festgenommen. Ihre Wohnungen und Fahrzeuge wurden durchsucht: Dabei wurden erhebliche Bargeldmengen, Unterlagen über Kraftstoffbewegungen, Entwürfe von Aufzeichnungen über die Höhe und „Verteilung“ der Gelder, zwei Fahrzeuge sowie Geräte zur Fälschung von Kilometerständen beschlagnahmt.
Die Angeklagten wurden gemäß Artikel 28 Absatz 2 und Artikel 410 Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Diebstahl von Militäreigentum unter Kriegsrecht als Teil einer Gruppe) angeklagt. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft als Präventivmaßnahme an. Die Strafe sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren vor. Der gestohlene Treibstoff wird an die Streitkräfte der Ukraine zurückgegeben.

