Der ukrainische Sicherheitsdienst verhinderte gemeinsam mit der Nationalpolizei eine Reihe von Auftragsmorden in Kiew. Im Zuge einer mehrstufigen Spezialoperation entlarvten und neutralisierten die Einsatzkräfte eine operative Kampfgruppe des russischen Militärgeheimdienstes, die die Ermordung ukrainischer Militärangehöriger und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorbereitete.
Laut Spionageabwehr wurden alle Mitglieder der feindlichen Zelle festgenommen, als sie einen Mordanschlag auf den Kommandanten einer der Freiwilligenformationen der territorialen Gemeinschaft der Hauptstadt vorbereiteten. Die Angreifer planten, ihn in der Nähe seines Dienstortes mit Schusswaffen zu töten.
Die Ermittlungen ergaben, dass die Liste potenzieller Ziele wesentlich umfangreicher war. Sie umfasste Kommandeure von Einheiten der Nationalgarde, des Hauptnachrichtendienstes und der Spezialeinsatzkräfte der ukrainischen Streitkräfte. Die Verdächtigen planten, mit improvisierten Sprengsätzen, die unter Fahrzeugen des ukrainischen Militärs angebracht werden sollten, die Anschläge zu verüben.
Die Gruppe umfasste mehrere Personen mit unterschiedlichen Funktionen. Haupttäter waren ein vorbestrafter Räuber, der von russischer Seite rekrutiert worden war, und sein Komplize aus Saporischschja. Zu den Verdächtigen zählten außerdem der Leiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der den Transport für die Flucht organisiert hatte, und ein Polizeibeamter aus der Region Dnipropetrowsk, der sich Zugang zu dienstlichen Datenbanken verschafft hatte, um Informationen zu sammeln.
Die Aktivitäten der Zelle wurden von einem Mitarbeiter eines russischen Spezialoperationszentrums koordiniert, das den militärischen Geheimdienst-Spezialkräften untersteht. Seine Identität wurde bereits von ukrainischen Geheimdiensten festgestellt. Eine Frau aus Cherson, die nach der Entwaffnung der Stadt nach Russland floh, war an der Rekrutierung der Täter beteiligt.
Bei den Durchsuchungen wurden Waffen, Mobiltelefone, Ersatz-SIM-Karten und andere Beweismittel für die Beteiligung an Aktivitäten zugunsten russischer Geheimdienste von den Verdächtigen beschlagnahmt.
Die Festgenommenen wurden nach mehreren Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt, darunter Hochverrat, versuchter Mord und unbefugter Eingriff in Informationssysteme. Ihnen drohen Haftstrafen von zehn Jahren bis lebenslänglich mit Einziehung ihres Vermögens.
Die Handlungen des Koordinators seitens Russlands und seiner Komplizen werden ebenfalls als Sabotageversuch und als Organisation vorsätzlicher Morde eingestuft.
Die Operation wurde von SBU-Beamten in Kiew und der Region Kiew gemeinsam mit der Abteilung für Innere Sicherheit der Nationalpolizei unter der Verfahrensleitung der Staatsanwaltschaft durchgeführt.

