In Kiew haben die Strafverfolgungsbehörden einen 31-jährigen Anwohner entlarvt, der in seiner Wohnung illegal halluzinogene Pilze anbaute und verkaufte. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Kiew mit.
Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann in seinem Haus ein Mini-Labor zur Zucht von Psilocybin-Pilzen eingerichtet. Nach der Ernte trocknete er die Pilze und verkaufte sie direkt an Abnehmer. Der Verdächtige tarnte einige der psychotropen Produkte als Schokolade und stellte so Süßigkeiten her, die verbotene Substanzen enthielten.
Der Verkauf erfolgte hauptsächlich „von Hand zu Hand“. Die Kosten für einen Schokoriegel mit Psilocybin lagen je nach Dosierung zwischen 2.200 und 3.400 Hrywnja, was auf ein etabliertes und profitables System illegaler Aktivitäten hindeutet.
Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen ohne Durchsuchungsbefehl beschlagnahmten die Beamten rund zwei Kilogramm verkaufsfertige Schokoladenprodukte mit psychotropen Substanzen, getrocknete Psilocybin-Pilze, Behälter für deren Zucht, Druckverschlussbeutel mit Pilzsporen und Behälter mit Myzel. Außerdem wurden Druckverschlussbeutel mit Cannabis, der psychotropen Substanz Kratom und Bargeld, vermutlich aus illegalen Verkäufen, gefunden.
Nach ersten Schätzungen übersteigt der Gesamtwert der beschlagnahmten Gegenstände zu Schwarzmarktpreisen 1 Million Hrywnja.
Das Gericht hat nun Untersuchungshaft für den Verdächtigen angeordnet. Die Handlungen des Mannes fallen unter die Bestimmungen des ukrainischen Strafgesetzbuches, die die illegale Herstellung und den Verkauf von psychotropen Substanzen unter Strafe stellen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zwölf Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.

