Mit Beginn der warmen Jahreszeit in der Ukraine werden Reptilien traditionell aktiver – insbesondere Giftschlangen. Das Gesundheitsministerium ruft die Bevölkerung zur Vorsicht bei Spaziergängen in der Natur auf, da in verschiedenen Regionen des Landes drei giftige Vipernarten vorkommen.
Die häufigste Art ist die Kreuzotter, die in Polesie, den Karpaten und stellenweise in der Waldsteppenzone vorkommt. Sie hat einen charakteristischen Zickzackstreifen auf dem Rücken.
Die seltenste Art ist die Steppenotter. Diese Art steht auf der Roten Liste der Ukraine. Man findet sie hauptsächlich in den Steppen, insbesondere im Süden des Landes, oft in Naturschutzgebieten.
Die dritte Art, die Nikolski-Viper, ist eine fast vollständig schwarze Schlange, die ebenfalls unter Schutz steht. Sie lebt hauptsächlich in der nordöstlichen Ukraine, in der Waldsteppenzone.
Das Gesundheitsministerium betont, dass diese Schlangen meist nicht aggressiv sind und den Kontakt mit Menschen meiden. Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Ein Vipernbiss ist für gesunde Menschen selten lebensbedrohlich, kann aber für Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Allergien extrem gefährlich sein.
Ärzte betonen: Im Falle eines Schlangenbisses sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, nicht versuchen, das Gift selbst zu entfernen oder Einschnitte vorzunehmen.
Das Gesundheitsministerium mahnt die Bürger zur Vorsicht, insbesondere beim Aufenthalt in Wäldern, Steppen und den südlichen Gebieten der Ukraine, wo die Wahrscheinlichkeit, auf giftige Reptilien zu treffen, erhöht ist.

