Im Jahr 2024 starben in der Ukraine 495.100 Menschen, während nur 176.700 Babys geboren wurden. Daten der Publikation „Wort und Tat“ deuten auf eine tiefgreifende demografische Krise hin, die sich jährlich verschärft.
Seit 2014 ist im Land ein stetiger Rückgang der Geburtenrate zu verzeichnen. Wurden 2014, vor dem Krieg im Donbas, noch 465.900 Kinder geboren, sank diese Zahl 2020 auf 299.100 und 2021 auf 273.800.
Nach Beginn des umfassenden Krieges im Jahr 2022 sind die Geburtenraten aus den vorübergehend besetzten Gebieten – der Krim und Teilen von vier östlichen und südlichen Regionen – nicht mehr erfasst. Dennoch ist auch ohne Berücksichtigung dieser Gebiete ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen: 2022 – 206.000 Neugeborene, 2023 – 187.400, 2024 – 176.700.
Die Sterblichkeitsrate in der Ukraine war traditionell hoch, ist aber seit 2010 stetig gesunken. 2017 wurden 574.100 Todesfälle registriert, 2018 waren es 587.700 und 2019 581.100. Die COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020–2021 verschärfte die Situation deutlich: 2020 starben 616.800 Ukrainer, 2021 erreichte die Zahl von 714.300 einen Höchststand.
Danach sank die Sterberate wieder: 541,7 Tausend im Jahr 2022, 496,2 Tausend im Jahr 2023 und 495,1 Tausend im Jahr 2024. Wie die Geburtenratendaten umfassen auch die Sterbestatistiken nicht die besetzten Gebiete.
Das demografische Gleichgewicht des Landes bleibt daher stark negativ, mit fast dreimal so vielen Todesfällen wie Geburten. Dies gefährdet nicht nur die langfristigen Entwicklungsperspektiven der Ukraine, sondern auch ihre Fähigkeit, sich vom Krieg zu erholen.

