In der Ukraine besteht die Notwendigkeit, den Arbeitstag um zwei Stunden zu verlängern – Experte

Die Ukraine befindet sich im Kriegszustand, was die maximale Mobilisierung aller Bürger erfordert, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes aufrechtzuerhalten und die Wirtschaft wiederaufzubauen. Dies erklärte der Energieexperte und Hauptmann der ukrainischen Streitkräfte, Andrij Hnatusch. Er äußerte die Ansicht, dass hierfür die Möglichkeit einer Verlängerung des Arbeitstages von acht auf zehn Stunden geprüft werden müsse.

„Die Ukrainer müssen sich so gut wie möglich mobilisieren. Sie müssen verstehen, dass der Krieg sie betrifft. Und diejenigen, die das vergessen haben, können im Dunkeln sitzen und auf die schwarzen Straßen draußen starren. Wir müssen uns so gut wie möglich an der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes beteiligen. Wäre ich der Staat, würde ich generell die Möglichkeit einer Umstellung des Arbeitstages von acht auf zehn Stunden in Betracht ziehen. Wir arbeiten zwei Stunden, um die Wirtschaft, die Energieversorgung und den militärisch-industriellen Komplex des Landes wiederherzustellen“, erklärte Hnatush.

Der Experte betonte, dass Krieg nicht nur Angelegenheit des Militärs, sondern auch jedes einzelnen Bürgers sei. Seiner Ansicht nach könnte eine Verlängerung des Arbeitstages einen wesentlichen Beitrag zur Erholung kritischer Industriezweige wie der Rüstungsindustrie und des Energiesektors leisten.

Hnatush kommentierte Russlands Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor und wies darauf hin, dass Russland nicht nur um Territorium, sondern auch um den ukrainischen Energiesektor kämpft. Seinen Angaben zufolge versucht Russland, einen einheitlichen Energiering wiederherzustellen, wie er zu Sowjetzeiten existierte und auch die Ukraine und Belarus umfasste.

„Ja, unser Energiesektor liegt in Trümmern. Und die Umstände sind so, dass die Welt uns stehend Beifall spendet, während wir uns im Energiesektor gegenseitig zerfleischen. Die Russische Föderation ist wie jene Mäuse – sie miauten, knabberten aber weiter am Kaktus. Russland begann diese Aggression, diesen blutigen Krieg, mit dem Ziel, uns wieder in einen einzigen Energiering mit sich selbst und Belarus zu zwingen“, erklärte Hnatush.

Er merkte an, dass nach dem Austritt der Ukraine aus diesem Energiekreis und ihrer Integration in das europäische Energiesystem eine riesige Lücke im russischen Energienetz entstanden sei. Dies sei seiner Meinung nach einer der Gründe, warum Russland seine aggressiven Aktionen zur Schwächung der kritischen Infrastruktur der Ukraine fortsetze.

„Ressourcen, Menschen, Energie und politischer Einfluss – dafür tun sie das alles, sie begraben ihre Leute, rechnen nicht mit Verlusten und werden diese Terroranschläge auf kritische Infrastrukturen und die Zivilbevölkerung der Ukraine fortsetzen“, schloss Hnatush.

 

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