Während des mehr als zweijährigen, umfassenden Krieges Russlands gegen die Ukraine verzeichnete der Agrarlandmarkt ein stetiges Wachstum. Der Wert der Grundstücke stieg um 10 %, was einem Anstieg des potenziellen Sicherheitenvolumens um 5,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Unter Berücksichtigung der Liquiditätsquote landwirtschaftlicher Betriebe von 0,35 könnten Eigentümer und der Agrarsektor durch diesen Anstieg zusätzliche Kredite in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar erhalten. Diese Informationen stammen aus dem „Land Market Review“ für das vierte Quartal 2023.
Ende 2023 belief sich das Volumen der Bankverschuldung im Agrarsektor auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar. Die aktive Nutzung von Land als Sicherheit könnte daher die Finanzierungsmöglichkeiten für den Agrarsektor und Landbesitzer erheblich erweitern.
Mit der Öffnung des Grundstücksmarktes für juristische Personen zum 1. Januar dieses Jahres wird ein weiterer Anstieg der Grundstückswerte um etwa 40 % erwartet, was zu einer Erhöhung der Marktkapitalisierung auf fast 50 Milliarden US-Dollar führen wird. Dadurch eröffnet sich das Potenzial für die Aufnahme von Krediten in Höhe von bis zu 17,5 Milliarden US-Dollar.
Dieser Ansatz kann dazu beitragen, die Finanzierungslücke im ukrainischen Agrarsektor, die etwa 21 Milliarden Dollar beträgt, zu verringern und den Bedarf an kurzfristiger Finanzierung sowie an Investitionen in Wiederaufbau, Erholung und Entwicklung zu decken.
Eine weitere Marktentwicklung und erhöhte Transparenz werden zu einer Steigerung der Bodenliquiditätsquote beitragen und diese dem Niveau entwickelter Länder annähern, was automatisch das Volumen der möglichen Kreditvergabe erhöhen wird.

