In der Ukraine wurden vorübergehende Notstromabschaltungen eingeführt. Die Maßnahmen gelten in vier Regionen: Kiew, Odessa, Dnipropetrowsk, Donezk und der Stadt Kiew. Ab sofort werden die Lichter ohne Vorwarnung im Notfall abgeschaltet.
Dies geht aus einer Erklärung von DTEK hervor. „Leider hält die schwierige Lage im Stromnetz nach dem russischen Beschuss an. Daher werden auf Anweisung von Ukrenergo Notabschaltungen durchgeführt“, so das Unternehmen.
Ukrainer sollten zwischen verschiedenen Arten von Stromausfällen unterscheiden, denn ein Stromausfall bedeutet nicht zwangsläufig, dass man stündlich mit Unterbrechungen rechnen muss. In der Ukraine gibt es zwei Hauptarten von Stromausfällen:
-Notfall-Stromabschaltungen (EWS), auch bekannt als Notstromabschaltungen: Sie werden ohne Vorwarnung im Falle eines akuten Strommangels im Stromnetz eingeführt;
-Stunden-Stromabschaltungen (HWS), auch bekannt als Stabilisierungs- oder geplante Stromabschaltungen: Sie haben einen klar definierten Gültigkeitszeitraum und werden im Falle eines vorhergesagten Strommangels im Stromnetz eingeführt.
In Kiew werden die Stunden eines Tages für jeden Haushaltskunden je nach Stromversorgungsart in drei Kategorien unterteilt. In den Diagrammen sind diese Kategorien farblich gekennzeichnet:
- Weiß: Strom vorhanden (sofern keine Beschädigungen oder Unfälle auftreten);
- Dunkelgrau: Garantierter Stromausfall (gilt für stündliche Zeitpläne);
- Hellgrau: Mögliche Stromausfälle (gilt für stündliche Zeitpläne).
Ein garantierter Stromausfall dauert bis zu 4 Stunden, die Stromversorgung ist für 2 Stunden garantiert. Die maximale Stromausfallzeit pro Gruppe beträgt 18 Stunden pro Tag, wobei die garantierten Stromausfälle je nach Wochentag 9 bis 12 Stunden pro Tag betragen.

