Die Mobilmachung in der Ukraine wurde verlängert: Wer kann eine Verschiebung beantragen und wie stellt man sie?

Die Ukraine hat das Kriegsrecht und die Mobilmachung bis zum 9. Mai 2025 verlängert. Allerdings sind nicht alle Männer zur Mobilmachung verpflichtet. Bestimmte Personengruppen sind vom Wehrdienst befreit. Dies ist im neuen ukrainischen Gesetz „Über Mobilmachungsausbildung und Mobilmachung“ geregelt, das Personen, die bestimmte Kriterien erfüllen, die Möglichkeit bietet, vom Wehrdienst befreit zu werden.

Wer hat Anspruch auf Aufschub vom Einberufungsdienst?

Folgende Personen können eine Stundung erhalten:

  1. Menschen mit Behinderungen sind Menschen, bei denen eine Behinderung bestätigt wurde.
  2. Vorübergehend dienstuntauglich – Wehrpflichtige, die aufgrund der Ergebnisse einer medizinischen Untersuchung vorübergehend nicht in der Lage sind, ihren Wehrdienst zu leisten.
  3. Eltern von drei oder mehr minderjährigen Kindern – sofern sie keine Unterhaltsschulden haben, wird ihnen ein Zahlungsaufschub gewährt.
  4. Männer, deren enge Verwandte während der ATO oder des Krieges starben oder vermisst wurden – dies gilt für Personen, deren Angehörige an der Gewährleistung der nationalen Sicherheit beteiligt waren.
  5. Personen, die sich um behinderte Angehörige kümmern - dies gilt für diejenigen, deren Angehörige der ersten oder zweiten Gruppe angehören und keinen anderen Vormund haben.
  6. Pflege eines älteren Angehörigen - wenn keine anderen Angehörigen vorhanden sind, die sich um ihn kümmern können, wird auch in diesem Fall ein Aufschub gewährt.
  7. Eine Ehefrau mit einer Behinderung der Gruppe 3 kann ebenfalls ein Grund für eine Befreiung vom Wehrdienst sein.

Darüber hinaus können Studierende, die Vollzeit oder parallel studieren, sowie Lehrer und Wissenschaftler mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss und einem Notendurchschnitt von mindestens 0,75 mit einer Studienplatzverschiebung rechnen.

Wie man einen Aufschub der Mobilmachung beantragt

  1. Antrag an das CCC und SP - ein Wehrpflichtiger muss einen Antrag auf Aufschub stellen und dabei seinen Militärausweis und seinen Reisepass mitbringen.
  2. Einreichung von Unterlagen - Zusammen mit dem Antrag müssen Unterlagen eingereicht werden, die das Recht auf Aufschub bestätigen, oder deren beglaubigte Kopien.
  3. Antragstellung über „Reserve+“ – Studierende, Menschen mit Behinderungen und Eltern mit vielen Kindern können über das „Reserve+“-System von zu Hause aus eine Studienplatzverschiebung beantragen.

Wichtig zu wissen

  • Die Stundung wird für einen bestimmten Zeitraum gewährt und muss nach Ablauf der Frist verlängert werden.
  • Die Stundung wird in einigen Fällen widerrufen, beispielsweise wenn eine Person aus einem systemrelevanten Unternehmen entlassen wird oder das Unternehmen seinen Status als systemrelevant verliert.

Das Ministerkabinett hat die Fristverlängerungen für Mitarbeiter systemrelevanter Betriebe bis zum 31. März verlängert, damit die Betriebe ihren Status bestätigen und ihr Personal gemäß den neuen Kriterien neu einplanen können.

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