Der stellvertretende ukrainische Minister für Bildung und Wissenschaft, Mychajlo Winnyzkyj, berichtete, dass von April bis August dieses Jahres 23.400 Männer über 30 Jahre von den Hochschulen des Landes verwiesen wurden. Dies geschah während des Krieges, als viele Studenten im wehrpflichtigen Alter gezwungen waren, ihr Studium abzubrechen, um ihren Wehrdienst im Rahmen der Mobilmachung oder aus anderen Gründen im Zusammenhang mit der damaligen Lage im Land zu leisten.
Er glaubt, dass diese Männer nicht vorhatten zu studieren, sondern auf diese Weise der Mobilmachung entgehen wollten.
„Die Gründe für den Ausschluss sind schlechte Leistungen, unentschuldigtes Fehlen im Unterricht und andere Gründe. Es ist offensichtlich, dass es sich bei den ausgeschlossenen ‚Studenten‘ um solche handelte, die eigentlich gar nicht studieren wollten, sondern diesen Status nur nutzten, um sich anderen Pflichten zu entziehen“, schreibt Vinnytskyi.
Gegen zahlreiche Verantwortliche von Hochschulen wurden Strafverfahren eingeleitet, und mehreren Universitäten wurde die Lizenz zur Durchführung von Bildungsaktivitäten entzogen.

