In der Region Riwne wird ein Vorfall während Mobilisierungsveranstaltungen in der Stadt Sdolbuniv offiziell untersucht. In den sozialen Medien kursiert ein Video, das zeigt, wie ein Mitarbeiter eines regionalen Rekrutierungszentrums Tränengas gegen ein 15-jähriges Mädchen einsetzt.
Das veröffentlichte Video zeigt eine Jugendliche, die versucht, die Eingangstür eines Wohnhauses zu schließen und so Soldaten am Betreten zu hindern. Laut Aussage des Mädchens wollte sie ihren Vater schützen, der im Rahmen von Mobilisierungsmaßnahmen in den Zentralen Militärbezirk gebracht werden sollte.
Während des Handgemenges versuchte einer der CCC-Mitarbeiter, das Schließen der Tür zu verhindern. Daraufhin näherte sich ein anderer Soldat dem Eingang, setzte eine Gasgranate ein und sprühte dem Mädchen das Reizgas ins Gesicht und in die Augen. In diesem Moment gelang es dem Vater des Mädchens, sich in der Wohnung einzuschließen.
In dem Video berichtet das Opfer, dass sie nach dem Gaseinsatz Atembeschwerden hatte und Anzeichen von Panik und starkem Stress zeigte. Ihren Angaben zufolge verstand sie zunächst nicht, was geschah, und steht noch immer unter Schock.
Das regionale Rekrutierungs- und Sozialzentrum Riwne bestätigte den Vorfall. Er ereignete sich demnach während Mobilisierungsmaßnahmen in Sdolbuniv. Die Leitung des Rekrutierungs- und Sozialzentrums ordnete eine interne Untersuchung des Verhaltens der beteiligten Soldaten an und will auf deren Grundlage gemäß geltendem Recht entscheiden.
Gleichzeitig betonte das CCC, dass die Maßnahmen zur Benachrichtigung und Überprüfung der Wehrpflichtregistrierungsdaten von Männern im Wehrpflichtalter noch laufen, und rief die Bürger auf, die Anforderungen der Gesetzgebung im Bereich der Mobilmachung zu erfüllen.

