In der Region Dnipropetrowsk deckten die Strafverfolgungsbehörden einen illegalen Plan zur Umgehung der Mobilmachung auf und zerschlugen ihn. Organisiert wurde der Plan von einem Beamten der regionalen Abteilung des Staatlichen Migrationsdienstes der Ukraine zusammen mit einem Anwalt. Der Organisator und sein Komplize wurden über den Verdacht informiert.
Laut Generalstaatsanwaltschaft hat der kommissarische erste stellvertretende Leiter der regionalen Abteilung des staatlichen Migrationsdienstes zusammen mit einem Anwalt einen Mechanismus eingerichtet, um von Bürgern, die dem Militärdienst unterliegen, illegale Vorteile zu erlangen.
Die Ermittlungen ergaben, dass sie für 5.000 US-Dollar die illegale Herstellung und Ausstellung von Daueraufenthaltsgenehmigungen in der Ukraine anboten, die angeblich für Ausländer bestimmt waren. Tatsächlich verschafften sie ukrainischen Staatsbürgern einen fiktiven Ausländerstatus, der es ihnen ermöglichte, die Überprüfung ihrer Wehrdienstdokumente bei Mobilmachungsmaßnahmen zu umgehen.
Das Betrugssystem nutzte die persönlichen Daten realer Ausländer. Fotos von ukrainischen Wehrpflichtigen wurden in die Dokumente eingefügt. Die Kommunikation mit den Kunden erfolgte über Boten, und die Geldüberweisung fand in persönlichen Treffen über einen Anwalt als Vermittler statt.
Die Strafverfolgungsbehörden dokumentierten den Empfang von zwei Teilen des illegalen Gewinns in Höhe von insgesamt 10.000 US-Dollar. Nach der Übergabe einer gefälschten Daueraufenthaltsgenehmigung wurden die Verdächtigen festgenommen.
Bei den Durchsuchungen wurden ein gefälschtes Dokument, Mobiltelefone und Korrespondenz sichergestellt, was laut Ermittlungen die Koordination der Handlungen der Beteiligten bestätigt. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft für die Verdächtigen an.
Derzeit laufen Ermittlungsmaßnahmen, um weitere mögliche Beteiligte und zusätzliche Fälle illegaler Aktivitäten zu identifizieren.

