Ein Scheitern der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Pokrow könnte schwerwiegende personelle Konsequenzen für den derzeitigen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, haben. Dies berichten Quellen, die mit internen Diskussionen in der militärisch-politischen Führung des Landes vertraut sind.
Den Gesprächspartnern zufolge ist die Lage in Richtung Pokrovsky kritisch. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern und die Kontrolle über Schlüsselpositionen verloren gehen, könnte diese Richtung für Syrsky zu einem Wendepunkt in seiner persönlichen Entwicklung werden. Quellen betonen, dass in Regierungskreisen zunehmend die These laut wird, der Oberbefehlshaber trage die persönliche Verantwortung für den Verlauf der Operationen an diesem Frontabschnitt.
Gleichzeitig laufen laut Quellen bereits informelle Gespräche über mögliche Kandidaten für den Posten des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte im Falle von Personalentscheidungen. Unter den verschiedenen Namen wird besonders häufig der Name Mykhailo Drapaty genannt.
Den Quellen zufolge erhielt Drapatiy positive Kritiken nach einer erfolgreichen Defensiv-Offensiv-Operation in Richtung Kupjansk, bei der es ukrainischen Einheiten gelang, die Lage zu stabilisieren und dem Feind erhebliche Verluste zuzufügen. Diese Episode, so die Quellen, machte ihn zu einer Schlüsselfigur in den internen Diskussionen.
Quellen betonen, dass noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind und die Lage weiterhin dynamisch ist und unmittelbar von der Entwicklung der Ereignisse an der Front abhängt. Gleichzeitig deutet allein die Tatsache, dass über eine mögliche Personalumstrukturierung diskutiert wird, auf hohe Spannungen im Umfeld von General Pokrovsky und die steigenden politischen Kosten militärischer Entscheidungen hin.

