In Charkiw nahmen der ukrainische Sicherheitsdienst und die Nationale Polizei ein Paar fest, das für Russland spionierte und mit Drogen handelte. Der Mann und die Frau sammelten Informationen über die Aufenthaltsorte von Mitarbeitern des ukrainischen Militärs und des ukrainischen Geheimdienstes SBU und gaben diese an russische Kontaktpersonen weiter.
Die Spionagetätigkeit wurde unter dem Deckmantel gewöhnlicher Spaziergänge durchgeführt. Das Paar wählte strategisch wichtige Orte, darunter Reservekommandostellen der ukrainischen Streitkräfte und die Wohnungen von SBU-Mitarbeitern, fotografierte diese und erfasste ihre Standortdaten. Die Besatzer versprachen ihnen im Gegenzug eine Belohnung für die gesammelten Informationen, was der Grund für ihren Verrat war.
Neben Spionage war die Frau auch in Drogenhandel verwickelt. Sie hinterließ in der Stadt sogenannte „Lesezeichen“ mit Methadon, was ebenfalls Teil ihrer kriminellen Aktivitäten war. Die Festgenommenen wurden in einer Mietwohnung gefunden, wo sie eine Verschwörung planten. Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten Mobiltelefone mit Beweismaterial zu ihren kriminellen Aktivitäten.
Die Verdächtigen wurden gemäß mehreren Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt:
- Absatz 3 des Artikels 114-2 — Übermittlung von Informationen über den Standort ukrainischer Militärangehöriger an den Feind (Strafe: Freiheitsstrafe bis zu 12 Jahren);
- Teil 2 des Artikels 307 – illegaler Drogenhandel (Strafe bis zu 10 Jahre Gefängnis);
- Teil 1 des Artikels 309 — Besitz von Betäubungsmitteln ohne Verkaufsabsicht (Strafe bis zu 5 Jahren Gefängnis).
Das Gericht ordnete Untersuchungshaft ohne Kaution an. Den Angeklagten drohen bis zu zwölf Jahre Haft wegen Spionage und Drogenhandels.

