In der Region Iwano-Frankiwsk haben die Sicherheitsbehörden zwei Mitarbeiter eines regionalen Rekrutierungszentrums entlarvt, die ein illegales Netzwerk zur Einschleusung von Wehrpflichtigen aus der Ukraine organisiert hatten. Dies teilte die Abteilung des ukrainischen Sicherheitsdienstes in der Region Iwano-Frankiwsk mit.
Den Ermittlungen zufolge halfen die Beamten den Flüchtenden, die Grenze zu Rumänien zu erreichen und sie außerhalb der offiziellen Kontrollpunkte zu überqueren. Die Kosten für diese „Dienstleistung“ beliefen sich auf 8.000 US-Dollar pro Person.
Die Organisatoren nutzten eigene Transportmittel, um die Klienten durch die Kontrollpunkte in die Region Tscherniwzi zu bringen. Dort, nahe der Staatsgrenze, wiesen sie die Wehrpflichtigen in die Route und das weitere Vorgehen ein. Den letzten Teil der Reise legten die Männer allein zurück – durch bewaldetes Gelände und über einen Fluss, die sogenannte „Zelenka“.
Beamte des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU nahmen die Verdächtigen gemeinsam mit dem Staatlichen Ermittlungsbüro bei ihrem Fluchtversuch aus der Ukraine fest. Bei Durchsuchungen ihrer Arbeits- und Wohnorte beschlagnahmten die Ermittler über 660.000 Hrywnja in verschiedenen Währungen, Computer, Mobiltelefone sowie Dokumente und Entwürfe, die illegale Aktivitäten belegten.
Den Festgenommenen wurde der Verdacht gemäß Artikel 332 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches – illegale Schleusung von Personen über die Staatsgrenze durch eine Gruppe von Personen in vorheriger Absprache – mitgeteilt. Die Strafe nach diesem Artikel sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu neun Jahren vor.

