Kiew plant den Bau neuer Energieanlagen, der Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro erfordern wird. Die Umsetzung des Projekts soll laut Plan 12 bis 15 Jahre dauern. Der stellvertretende Bürgermeister und Sekretär des Stadtrats, Wolodymyr Bondarenko, gab die Genehmigung eines Plans zum Bau von sechs Mini-Kraftwerken (Mini-KWK) in Wohngebieten beiderseits des Dnepr bekannt.
Der Plan sieht die Einrichtung separater Heizräume sowohl für Mehrfamilienhäuser als auch für einzelne Wohneinheiten vor. Bürgermeister Vitali Klitschko hat diesbezüglich bereits eine Anordnung erlassen, und die Behörden arbeiten an einem Programm für Mehrfamilienhäuser.
Der Plan zum Bau zusätzlicher Blockheizkraftwerke mit einer Kapazität von 20 MW bis 324 MW erhielt in einer Sitzung des Kiewer Stadtrats am 16. Mai 2024 die Unterstützung von 85 Abgeordneten. Das Projekt hat Kosten von bis zu 1,2 Milliarden Euro und soll innerhalb von 12 bis 15 Jahren realisiert werden.
Petro Pantelejew, stellvertretender Bürgermeister von Kiew, verspricht, dass die erste Charge der Ausrüstung bis Ende 2024 installiert sein wird, was zur Schaffung von Energieinseln oder Zonen beitragen wird, die mit Wärme, Licht und Wasser versorgt werden.
Die Mini-KWK-Anlagen basieren auf modernen Gasturbinen und Gaskolbenaggregaten, die dazu beitragen werden, Verluste durch mögliche russische Angriffe auf Energieinfrastruktureinrichtungen zu reduzieren.
Kiew verfügt bereits über drei Blockheizkraftwerke und über 150 Heizkraftwerke unterschiedlicher Kapazität, doch die neuen Initiativen zielen darauf ab, die Stadt mit den wichtigsten Dienstleistungen zu versorgen. Wie Pantelejew betonte, gehe es heute nicht darum, alle Probleme zu lösen, sondern das Überleben der Stadt und ihre Grundversorgung zu sichern.

