Am 23. Februar 2026 dokumentierten die Strafverfolgungsbehörden in Kiew den Empfang von 68.000 US-Dollar an illegalen Zuwendungen durch einen Mitarbeiter einer der Abteilungen der Hauptdirektion des Sicherheitsdienstes der Ukraine in Kiew und Umgebung. Laut den Ermittlungen wurden die Gelder im Austausch für Hilfe bei der Erlangung einer fingierten Aufschiebung des Wehrdienstes überwiesen.
Unter der verfahrenstechnischen Anleitung des Staatsanwalts der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft entlarvten Ermittler des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine einen Beamten, der sich unrechtmäßig Vorteile verschaffte.
Wie die Ermittlungen ergaben, erhielt der Mitarbeiter 68.000 US-Dollar für die „Erledigung des Problems“, zwei Bürger von der Fahndungsliste des regionalen Rekrutierungs- und Sozialzentrums zu streichen. Zukünftig sollte ihnen ein Aufschub der Mobilmachung gewährt werden.
Laut den Strafverfolgungsbehörden umfasste das Komplott die Verwendung wissentlich gefälschter Dokumente, die behaupteten, die Wehrpflichtigen hätten drei Kinder. Es handelte sich um gefälschte Geburtsurkunden, die angeblich im Ausland ausgestellt worden waren. Den Ermittlungen zufolge soll der Beamte außerdem seine offizielle Position genutzt haben, um illegale Aktivitäten zu verschleiern.
Die Handlungen des Angeklagten wurden vorläufig unter Artikel 368 Teil 4 des Strafgesetzbuches der Ukraine qualifiziert – Erlangung eines unrechtmäßigen Vorteils durch einen Amtsträger in besonders großem Umfang.
Derzeit laufen dringende Ermittlungsmaßnahmen. Es wird noch entschieden, ob ein Verdacht gemeldet und eine Präventivmaßnahme gewählt werden soll.
Gemäß Artikel 62 der Verfassung der Ukraine gilt eine Person bis zum rechtskräftigen Beweis ihrer Schuld als unschuldig.

