In Vidradny im Bezirk Solomyanskyi von Kiew wurde ein Ausbruch von Hepatitis A, einer Virusinfektion mit fäkal-oralem Übertragungsweg, festgestellt. Wie Nataliya Hunchenko, stellvertretende Generaldirektorin des Kiewer Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention des Gesundheitsministeriums, in einer Pressekonferenz mitteilte, wurden bisher 65 Fälle nachgewiesen, darunter 31 Kinder.
Die Infektionsquelle ist noch nicht identifiziert. Experten ziehen drei mögliche Ursachen in Betracht: kontaminiertes Wasser, kontaminierte Lebensmittel oder asymptomatische Virusträger in der lokalen Bevölkerung.
„Wir arbeiten gleichzeitig in mehrere Richtungen. Die Virusquellen können sowohl Wasser als auch Lebensmittel sein, oder auch Menschen, die die Krankheit symptomlos in sich tragen. Alle diese Möglichkeiten werden derzeit untersucht“, bemerkte Hunchenko.
Spezialisten des staatlichen Lebensmittel- und Verbraucherschutzdienstes Kyivvodokanal und Kyivvodfond untersuchen die Ursachen. Die Inkubationszeit von Hepatitis A kann bis zu 50 Tage betragen, und die Symptome treten oft schleichend auf. Bei manchen Kindern verläuft die Krankheit ohne Gelbsucht, was eine rechtzeitige Diagnose erschwert.
In der Nachbarschaft wurden bereits 13 Schnelltests unter den Anwohnern durchgeführt – einer davon fiel positiv aus. Die Arbeiten im Testzentrum dauern an.
Ärzte weisen darauf hin: Hepatitis A wird oft als „Krankheit der schmutzigen Hände“ bezeichnet. Die einzige wirksame Vorbeugungsmethode ist die Impfung, da es keine spezifische Behandlung gibt. Es empfiehlt sich außerdem, auf persönliche Hygiene zu achten, nur sauberes Wasser zu verwenden und Produkte vor dem Verzehr gründlich zu waschen.
Die Ermittlungen zur Infektionsquelle dauern an.

