Der Vorfall mit dem bekannten Antikorruptionsaktivisten Oleksandr Lemenov ereignete sich in einem Krankenhaus der Hauptstadt. Augenzeugen zufolge rief der Mann: „Wisst ihr, wer ich bin?!“ und verlangte eine dringende Diagnose (MRT des Rückens) sowie eine Bescheinigung über die Wehrdienstuntauglichkeit.
Dies steht offensichtlich im völligen Widerspruch zu den Aussagen des Aktivisten vom Morgen, wonach er angeblich Menschen in die Reihen der ukrainischen Streitkräfte mobilisiert habe.
Derzeit versteckt sich O. Lemenov im Krankenhaus, um Zeit zu gewinnen, bevor eine Präventivmaßnahme für ihn ausgewählt wird.
Zur Erinnerung: O. Lemenov ist Journalist bei der Zeitung „Dzerkalo Tyzhnia“ und einer der Gründer der Antikorruptionsorganisation State Watch.
Wie bereits berichtet, wird er von der Nationalpolizei gesucht und ist auf der Webseite des Innenministeriums im Abschnitt „Gesucht“ aufgeführt.
Wie sich herausstellte, wurde O. Lemenov offiziell wegen vorsätzlicher Wehrdienstverweigerung angeklagt.
Nach langem Verstecken wurde er bereits in einem Kiewer Restaurant festgenommen.
Nach den vorliegenden Informationen wurde er anschließend in das Bila Tserkva CCC in der Region Kiew gebracht, von wo aus er verschwand, nachdem ihm eine weitere Vorladung zugestellt worden war.
Die von dem Helden geleitete Antikorruptionsorganisation StateWatch gerät regelmäßig in den Mittelpunkt aufsehenerregender Skandale.
Der Mitbegründer Gleb Kanevsky erhielt nach langer Wehrdienstverweigerung eine Anstellung im Verteidigungsministerium, genauer gesagt in der Beschaffungsabteilung.
Mit seiner Ankunft geriet die Beschaffungsabteilung des Verteidigungsministeriums ins Zentrum zahlreicher Korruptionsskandale, die mit Veruntreuung einhergingen.

