In Kiew haben Unbekannte eine Filiale der Zeitung Ukrposhta in Brand gesteckt, wie der Autor Andriy Kokotyukha auf seiner Facebook-Seite berichtete. Laut Kokotyukha könnte es sich bei diesen Brandstiftungen um einen Racheakt für die Zustellung von Vorladungen durch die zuständigen Inkassostellen handeln.
In seinem Beitrag merkte der Autor an, dass Ukrposhta, ähnlich wie die Fahrzeuge von Militärangehörigen, ein neues Ziel für Brandanschläge werden könnte. Die Außentüren der Filialen werden einfach mit Heizöl übergossen und angezündet.
„Wir haben eine Filiale der Ukrposhta in Brand gesteckt. Sie haben Heizöl auf die Tür geschüttet und angezündet. Gleichzeitig brannte eine weitere Filiale im Bezirk. Die Post sagte mir, das läge daran, dass sie Vorladungen der CCC mit sich führten. Ich weiß nicht, wie die Postboten davon erfahren haben. Vielleicht gab es eine Warnung. Vielleicht ist das auch nur eine der Versionen. Aber solange die Post keine Vorladungen mit sich führte, gab es auch keine Brandstiftungen“, schrieb Kokotyukha.
Er erinnerte auch daran, dass in der Ukraine Fahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte in Brand gesetzt würden, und merkte an, dass jede Stadt im Hinterland nun „bedingt sicher“ sei, da russische Drohnen über ihnen kreisten und russische Agenten auf den Straßen aktiv seien.
Diese Situation ist für die Gesellschaft von großer Bedeutung, da solche Akte des Vandalismus auf wachsende Spannungen und Gewalt im Hinterland hindeuten können, wo Zivilisten Opfer politischer und sozialer Konflikte werden.

