In Kiew findet derzeit die Trauerfeier für den emeritierten Patriarchen von Kiew und der gesamten Rus-Ukraine, Filaret, statt. Gläubige können dem geistlichen Oberhaupt im St.-Michael-Kloster mit der goldenen Kuppel, wo sich sein Sarg befindet, die letzte Ehre erweisen.
Die Abschiedszeremonie begann am 20. März und dauert noch mehrere Tage. Am Samstag, dem 21. März, bleibt der Zugang zur St.-Michael-Kathedrale für alle geöffnet, allerdings können aufgrund des hohen Besucheraufkommens vorübergehende Einschränkungen gelten.
Nach Angaben der Orthodoxen Kirche der Ukraine findet die Beisetzung des Patriarchen am Sonntag, dem 22. März, statt. An diesem Tag beginnt um 8:30 Uhr in der St.-Michael-Kathedrale eine Trauerliturgie unter der Leitung von Metropolit Epiphanius von Kiew und der ganzen Ukraine, an der auch die Bischöfe und der Klerus mitwirken.
Nach der Liturgie findet ein Trauergottesdienst statt, und gegen 11:00 Uhr setzt sich der Trauerzug mit dem Leichnam des Patriarchen vom St.-Michael-Kloster über den Sophienplatz zur Wolodymyr-Kathedrale in Bewegung. Dort endet der Trauergottesdienst, und die Beisetzung findet statt.
Die Abschiedszeremonie fand in einer zurückhaltenden, aber feierlichen Atmosphäre statt. Der Sarg mit dem Leichnam des Patriarchen wurde von Geistlichen in die Kirche getragen. Er war weiß, was traditionell spirituelle Reinheit und den Glauben an die Auferstehung symbolisiert.
Patriarch Filaret war eine Schlüsselfigur der ukrainischen Orthodoxie. Er stand der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats vor und spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung einer unabhängigen ukrainischen Kirche. Sein Wirken bildete eine der Grundlagen für die Entstehung der Orthodoxen Kirche der Ukraine und die Verleihung des Tomos der Autokephalie im Jahr 2019.
Tausende Gläubige aus verschiedenen Regionen der Ukraine werden in Kiew erwartet, um sich von Filaret zu verabschieden. An der Zeremonie nehmen auch Geistliche, Regierungsbeamte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teil.
Die Beisetzung in der St.-Wladimir-Kathedrale unterstreicht die besondere Rolle des Patriarchen in der Entwicklung der ukrainischen Orthodoxie und seine historische Bedeutung für das kirchliche Leben des Landes.

