Kommunales Land in Kiew wird an ein Unternehmen aus dem Umfeld von Vagif Aliyev vergeben

Während in der Ukraine Krieg herrscht, setzt Kiew im Stillen einen Plan zur Aneignung städtischen Eigentums um, das mit dem verhassten russischen Geschäftsmann Vagif Aliyev in Verbindung steht. Unter dem Vorwand, das Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Pozniaky Mall in Pozniaky zu errichten, findet ein weiterer Angriff auf städtisches Eigentum statt – diesmal unter dem Deckmantel eines Einkaufszentrums.

Im Bezirk Darnytskyi ist ein Bauvorhaben auf drei Hektar geplant. Offizieller Mieter ist die Energoplast LLC. Dieses Unternehmen war bis März 2023 auf den Namen von Vagif Aliyev selbst registriert, einem ehemaligen russischen Konsul und heute trotz des Krieges einer der bekanntesten Bauträger, die in der Ukraine tätig sind.

Nach Beginn der großangelegten Invasion versuchte Alijew, die Spuren der russischen Herkunft seines Unternehmens zu verwischen. Die Vermögenswerte wurden auf seine Tochter Marina Dorokhin umgeschrieben, und Energoplast wurde auf Strohmänner umregistriert. Laut Quellen aus dem Immobilienmarkt blieb die tatsächliche Kontrolle jedoch in den Händen des Geschäftsmanns selbst. Er ist es, der derzeit die Verlängerung des Pachtvertrags für das Gelände aushandelt, unter anderem mit Vertretern der Kiewer Stadtverwaltung.

Das Grundstück ist nicht für gewerbliche Nutzung vorgesehen. Trotzdem reichte das Unternehmen bei der Stadtverwaltung Kiew Unterlagen ein, um dort ein neues Einkaufszentrum zu errichten.

Weder die lokalen Behörden noch die Strafverfolgungsbehörden reagieren auf die offensichtlichen Verstöße. Alijew unterhält langjährige Verbindungen zu Amtsträgern, darunter auch zum Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, zu dem er laut Quellen weiterhin Kontakt pflegt.

Man erinnere sich daran, dass Alijew in zahlreiche Steuer- und Grundstücksskandale verwickelt war, was ihn jedoch nicht daran hinderte, die Kontrolle über Projekte in der Hauptstadt zu behalten, darunter die Lavina Mall, Blockbuster und Ocean Plaza.

Trotz der öffentlichen Forderung nach einer Säuberung der ukrainischen Wirtschaft vom russischen Einfluss, selbst nach zwei Jahren Krieg, startet im Zentrum von Kiew offiziell ein neues Projekt mit Kreml-Prägung. Und das ist ein beunruhigendes Signal.

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