In der Hauptstadt wurde ein neues Beispiel für den irrationalen Einsatz von Haushaltsmitteln aufgedeckt. Der leitende Buchhalter der Bildungsabteilung der Staatsverwaltung des Podilskyj-Bezirks steht im Verdacht der Amtspflichtverletzung beim Kauf von Einweggeschirr für Schulunterstände.
Laut Angaben der Kiewer Polizei handelt es sich bei dem Kauf um Küchenutensilien für 70 Unterkünfte in Bildungseinrichtungen im Bezirk Podilskyj. Der Vertrag mit dem Lieferanten wurde bereits 2023 geschlossen, und dem vom Hauptbuchhalter unterzeichneten Zahlungsauftrag zufolge erhielt der Unternehmer fast eine Million Hrywnja aus dem Stadthaushalt.
Im Zuge der gerichtlichen Ermittlungen stellten die Beamten jedoch fest, dass die Kosten der Waren deutlich über den Marktpreisen lagen. Der mögliche Schaden für den Staatshaushalt beläuft sich auf etwa 150.000 Hrywnja – so viel wurde für Einwegbecher, -teller und -löffel zu viel bezahlt.
Der Hauptbuchhalter steht derzeit im Verdacht der Amtspflichtverletzung, die zu einem Schaden für den Gemeindehaushalt geführt hat. Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei betont, dass der Beamte als finanziell verantwortliche Person die direkte Verantwortung für die ineffiziente Verwendung der Gelder trägt.

