Die Strafverfolgungsbehörden haben eine Einwohnerin der Region Lwiw entlarvt, die einen illegalen Exportkanal für Haselholz in die Europäische Union organisiert hatte. Die Frau ist als Einzelunternehmerin registriert und nutzte gefälschte Dokumente, um Ursprungszeugnisse für Bauholz zu erhalten.
Wie die Pressestelle der regionalen Abteilung des Büros für Wirtschaftssicherheit in der Region Lwiw mitteilte, schmuggelte der Verdächtige illegal über 17 Kubikmeter Forstprodukte über die Zollgrenze. Die Straftat ging mit der Legalisierung der illegal erzielten Einnahmen einher.
„Mithilfe gefälschter Dokumente erhielt sie Zertifikate und verbrachte Forstprodukte außerhalb der Ukraine. Ein Teil des Gewinns wurde über kontrollierte Konten zur Legalisierung abgehoben“, berichteten die Ermittler des BEB.
Gegen die Geschäftsfrau wird derzeit wegen des Verdachts auf Verstöße gegen zwei Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches ermittelt – Schmuggel (Artikel 201) und Legalisierung von durch kriminelle Mittel erlangtem Vermögen (Artikel 209).
Der Frau drohen bis zu fünf Jahre Haft wegen Holzschmuggels. Wegen Geldwäsche drohen ihr bis zu sechs Jahre Haft, die Einziehung ihres Vermögens und ein Verbot bestimmter Tätigkeiten.
Die Ermittlungen dauern an. Operative Unterstützung leistet der SBU in der Region Lwiw unter Beteiligung von Zollbeamten aus Lwiw. Verfahrenstechnische Anweisungen gibt die regionale Staatsanwaltschaft.

