In Jaworiw in der Region Lwiw wurde ein Mitarbeiter des Zentralkomitees der Streitkräfte (ZKZ) angegriffen, als er einen Wehrpflichtigen zu einer ärztlichen Untersuchung begleitete. Der Mann wurde mit einem schweren Gegenstand am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Der Vorfall wurde am 17. Juni über die Facebook-Seite des regionalen Krisenstabes und der Sicherheitspolizei Lwiw gemeldet. Demnach wurde der Soldat im Dienst am Kopf getroffen. Er erlitt dabei ein Schädel-Hirn-Trauma und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Die Behörde stellte fest, dass der Soldat nach seinem Fronteinsatz, bei dem er verwundet wurde, dem Zivilschutzkommando und dem gemeinsamen Dienst der Stadt Jaworiw beigetreten war. Er erlitt Schrapnellverletzungen im Weichgewebe, eine Verbrennung im Gesicht und ein Schädeltrauma an beiden Ohren. Der Vorfall ereignete sich Ende März 2022 in der Region Mykolajiw.
Das Lemberger Zentralkomitee für Zivilschutz (CCC) betonte, dass auf diese Weise „der Mann von denen, die er an der Front beschützt hatte, gedankt wurde“ und appellierte an alle ukrainischen Bürger, die zum Militärdienst verpflichtet sind, „es nicht zu wagen, die Hand gegen unsere Helden zu erheben“.
Nach Inkrafttreten des neuen Mobilmachungsgesetzes in der Ukraine hat die Zahl der Fälle von Zwangsmobilisierung deutlich zugenommen. Videos solcher Vorfälle, bei denen Männer regelrecht in Autos verfrachtet werden, kursieren in den sozialen Netzwerken. Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille: Mitarbeiter des Zentralkomitees der Streitkräfte (ZK) werden von Wehrpflichtigen angegriffen.
Beispielsweise kam es am 1. Juni in der Stadt Tscherniwzi zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Zivilisten und einem Soldaten. Laut CCK und SP handelte der Soldat in Notwehr. Der Vorfall wird untersucht, und alle Details werden ermittelt. Die Polizei war vor Ort.
Am 6. Juni griff ein Mann Mitarbeiter des Handelszentrums in Kiew an. Augenzeugen veröffentlichten ein Video des Vorfalls im Internet. Die Behörden bezeichneten den Mann als „Kriegsverbrecher“ und behaupteten, er habe die Mitarbeiter eigenständig und provozieren wollen. Der Angreifer wurde von der Polizei festgenommen. Es stellte sich heraus, dass er ein ehemaliger Soldat ist, der seine Einheit im April 2023 verlassen hatte. Der Fall wird nun vom Staatlichen Ermittlungsbüro untersucht.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 18. Mai in Synelnykovo, Oblast Dnipropetrowsk. Bei der Zustellung von Vorladungen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Militärangehörigen und einem Zivilisten. Der Mann zog ein Messer und griff einen Vertreter des Zentralkomitees der Polizei (ZK) an. Dabei wurde der Vertreter an der Hand verletzt.

