In Mykolajiw gewann die Firma Bereg Trans Bud LLC, die bereits wegen verdächtig überhöhter Preise in Verträgen ins Visier von Journalisten geraten war, die Ausschreibung für den Wiederaufbau des Verwaltungsgebäudes des Regionalen Infrastrukturwiederherstellungs- und Entwicklungsdienstes.
Der Auftragnehmer verpflichtete sich, die Arbeiten zur Errichtung des Strahlenschutzbunkers bis zum 31. Mai 2026 abzuschließen.
Die Auktion fand am 29. Juli statt. Zwei Unternehmen nahmen teil: „BK Interbud“ und „Bereg Trans Bud“. Das Angebot von Bereg Trans Bud lag nur 396.000 Hrywnja unter dem Schätzpreis. Der Vertragsabschluss ist für 16,8 Millionen Hrywnja geplant.
„Bereg Trans Bud“ wurde 2021 in Mykolajiw von dem ortsansässigen Unternehmer Ruslan Boglayev gegründet, der bereits vier andere Bauunternehmen besitzt. Das Stammkapital des Unternehmens beträgt 3 Millionen UAH.
Obwohl das Unternehmen im Zusammenhang mit möglichen Überzahlungen im Visier von Ermittlungen steht, ist es offiziell nicht in Strafverfahren verwickelt. Es arbeitet erst seit 2024 mit Regierungsaufträgen, hat aber bereits Aufträge im Wert von über 142 Millionen UAH erhalten, davon 115 Millionen UAH im Jahr 2025.
Zu den Kunden zählen unter anderem PJSC "Mykolaiv CHPP", Kherson CHPP, die regionale Staatsverwaltung von Kirowohrad und der Stadtrat von Beryslav.
Im März 2025 erhielt das Unternehmen einen Auftrag im Wert von fast 10 Millionen UAH für den Bau eines Schutzraums im Dorf Urozhayne in der Region Cherson. Ein weiterer Auftrag kam aus der Region Odessa – für den Bau einer Schutzanlage in der Nähe des Mizhlymanskaya-Gymnasiums im Dorf Nabereschne. Dort war Bereg Trans Bud der einzige Teilnehmer und erhielt somit den Zuschlag.
Experten für Korruptionsbekämpfung weisen darauf hin, dass Unternehmen in den meisten Fällen ohne echten Wettbewerb an Ausschreibungen teilnehmen und die Angebote nahezu dem erwarteten Wert entsprechen. Dies kann auf eine Vortäuschung von Wettbewerb und eine willkürliche Auftragsvergabe hindeuten.

