In Obukhiv bei Kiew sind die lokalen Behörden seit fast einem Jahr nicht in der Lage, zwei gasbetriebene Mini-KWK-Anlagen mit einer Kapazität von jeweils 2 MW, die von der US-Regierung im Rahmen des USAID-Projekts an die Stadt übertragen wurden, an das Stromnetz anzuschließen, so Bohdan Yatsun, ein Abgeordneter des Stadtrats von Obukhiv.
Seinen Angaben zufolge könnten diese Anlagen etwa die Hälfte des Strombedarfs der Gemeinde decken, insbesondere bei häufigen Stromausfällen. Seit der Übertragung im Januar 2025 wurden die beiden Mini-KWK-Anlagen jedoch noch nicht in Betrieb genommen.
Der Abgeordnete merkte an, dass die Planungs- und Kostenkalkulationsunterlagen derzeit von DTEK geprüft werden, was zu Verzögerungen bei den Anschlussarbeiten geführt hat. Obwohl die ukrainische Gesetzgebung ein vereinfachtes Verfahren für den Anschluss von Kraftwerken während des Kriegsrechts vorsieht, plant der Stadtrat von Obuchow offenbar nicht, dieses Verfahren anzuwenden.
Der Energieexperte Viktor Kurtev ergänzt, dass es in Kiew ähnliche Probleme gibt. Bislang wurde nur eine Anlage in Betrieb genommen, während sich andere, an die UN übergebene Mini-KWK-Anlagen noch in der Inbetriebnahmephase befinden. Laut Kurtev sind bürokratische Hürden und organisatorische Probleme die Ursache für die Verzögerung.
Die Verzögerung beim Anschluss von Mini-KWK-Anlagen zeigt, dass selbst kostenlose Energiequellen aufgrund von Bürokratie und langwierigen Verfahren oft für die Bevölkerung unzugänglich bleiben.

