Am 22. September versuchten der öffentliche Mann Demyan Hanul und der Leiter der NGO „Grünes Blatt“, Vladyslav Balinsky, in Odessa, das Relief des Leninordens und der Medaille „Goldener Stern“ vom Platz des 10. April zu entfernen. Die Polizei schritt jedoch umgehend ein und erstattete Anzeige gegen die beiden Männer wegen geringfügiger Vandalismus.
„Heute Morgen kamen meine Freunde und ich zum Lenin-Platz, um das zu vollenden, was wir vor zwei Wochen begonnen hatten – die Demontage des Leninorden-Denkmals. Die Polizei war schneller da, als man denken konnte. Aber uns allen ist klar, dass die Demontage nicht unausweichlich ist, außerdem stellen diese Bauwerke mittlerweile eine Gefahr für die Bürger dar“, erklärten die Aktivisten in einer Stellungnahme auf Facebook.
Hanul und Balinsky haben die lokalen Behörden öffentlich aufgefordert, die Entfernung der sowjetischen Symbole auf dem Platz des 10. April abzuschließen. Dieser Appell deckt sich mit den jüngsten Äußerungen des Vorsitzenden der Odessaer Stadtverwaltung (OVA), Oleg Kiper, der Pläne zum Abriss des Denkmals für den russischen Dichter Alexander Puschkin angekündigt hat. Diese Entscheidung hat Kontroversen ausgelöst, da Odessas Bürgermeister Gennadi Truchanow zuvor erklärt hatte, das Denkmal könne aufgrund seiner Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes nicht abgerissen werden.

