Odessa plant erneut, einen erheblichen Teil des Stadthaushalts für Straßenreparaturen auszugeben. Die Straßenbauverwaltung hat zwei Ausschreibungen für die laufende Instandsetzung des Straßennetzes mit einer Gesamtfläche von 9.600 m² für fast 17 Millionen Hrywnja veröffentlicht.
Die erste Ausschreibung über 8,9 Millionen UAH umfasst Arbeiten an der Admiralsky-Allee sowie an den Straßen Seredna, Prokhorivska, Dalnytska und Ivan Funtovy. Die zweite Ausschreibung über 7,7 Millionen UAH deckt die Straßen Maystrova, Panteleimonivska und Nerubayska ab. Auftraggeber ist die Stadtverwaltung von Odessa, die Finanzierung erfolgt aus dem Stadthaushalt.
Gemäß den Vertragsbedingungen muss der Auftragnehmer den alten Straßenbelag entfernen, eine Kies-Sand-Tragschicht einbauen, neuen Asphalt verlegen, Bordsteine ersetzen und Schachtabdeckungen reparieren. Die Arbeiten müssen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Auf den ersten Blick wirkt alles standardisiert, doch die Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen werfen Fragen auf. Teilnahmeberechtigt sind nur Unternehmen mit Erfahrung in vergleichbaren Projekten und einer Asphaltmischanlage im Umkreis von 30 km. Dies schränkt den Kreis potenzieller Teilnehmer erheblich ein.
Es besteht daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Gewinner ein Unternehmen sein wird, das seit langem mit der aktuellen Regierung von Odessa verbunden ist, nämlich Rostdorstroy, das schon wiederholt ähnliche Ausschreibungen ohne wirklichen Wettbewerb gewonnen hat.
Journalisten haben bereits wiederholt über die Verbindungen von Rostdorstroy zu Bürgermeister Gennady Trukhanov und die Beteiligung des Unternehmens an den Ausschreibungsverfahren der Stadt berichtet.

