Der Zeitarbeitsdienst in der Armee wird für Ukrainer zunehmend zu einer attraktiven Alternative zur Einberufung. Serhij Schachlewitsch, Leiter der Abteilung für Rekrutierung und Personalwesen des Transkarpatischen Militärterritoriums für Personalwesen und Soziale Unterstützung (VTCC und SP), betonte, dass einer der Hauptvorteile eines Vertrags mit den Streitkräften der Ukraine (AFU) die Möglichkeit sei, den Einsatzort und die militärische Laufbahn selbst zu wählen.
„Wer nicht zum Einberufungsdienst einberufen wird, kann sich seine Einheit frei aussuchen. Der Wehrdienst im Rahmen der staatlichen Zuteilung bietet diese Möglichkeit nicht“, sagte Shakhlevich. Zeitarbeiter haben dank der Ausbildungszentren die Möglichkeit, ihren Beruf zu wechseln und ihre Fähigkeiten an die Bedürfnisse der Armee anzupassen.
Vertragsnehmer erhalten nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern finden auch Kameraden, was ein wichtiger Aspekt des Militärdienstes ist. Sie haben zudem die Möglichkeit, in rückwärtigen Einheiten oder speziellen Transporteinheiten zu dienen, wodurch die Risiken direkter Kampfeinsätze verringert werden können.
Was die Befürchtungen betrifft, der falschen Einheit zugeteilt zu werden, hält Shakhlevich diese für verfrüht. Er erklärte, dass die Einheit ein entsprechendes Empfehlungsschreiben ausstellt, durch das der Zeitarbeiter ihr zugewiesen wird, was mehr Vertrauen in die getroffene Wahl schafft.
Der Zeitarbeitsdienst in den ukrainischen Streitkräften entwickelt sich nicht nur zu einer Möglichkeit, der Mobilmachung zu entgehen, sondern auch zu einer Chance für Ukrainer, neue Fähigkeiten und Erfahrungen zu sammeln, indem sie unter ihren eigenen Bedingungen in der Armee dienen.

