In Transkarpatien wurde eine organisierte kriminelle Vereinigung aufgedeckt, die illegalen Holzeinschlag betrieb und dadurch Umweltschäden in Höhe von über 12 Millionen Hrywnja verursachte. Laut dem Staatlichen Ermittlungsbüro (SBI) operierte das illegale Netzwerk auf dem Forst- und Jagdbetrieb Brusturjansk. Der Betriebsleiter fälschte zusammen mit untergeordneten Forstmeistern und einem leitenden Ingenieur Dokumente, die das Fällen von Bäumen ermöglichten, die nicht unter die gesetzlichen Bestimmungen fielen.
Laut geltenden Vorschriften ist die Durchforstung nur bei Bäumen unter 40 Jahren zulässig und darf alle 5 bis 10 Jahre erfolgen. Beamte haben diese Regeln jedoch missachtet, indem sie vier Waldgebiete, die eigentlich unberührt bleiben sollten, zur Abholzung vorbereiteten. Infolge dieser Straftaten wurden 1.369 Bäume gefällt, darunter wertvolle Arten wie Fichte und Buche.
Das System funktionierte nach einem einfachen, aber effektiven Schema. Der Leiter des Forstbetriebs erteilte illegale Anweisungen, Förster führten fingierte Baumfällungen durch, und der leitende Ingenieur stellte Abholzungsgenehmigungen aus, die Abholzungen ohne rechtliche Grundlage erlaubten. Laut Gutachten verursachten diese Handlungen Schäden an der Natur in Höhe von über 12 Millionen Hrywnja.
Alle Beteiligten des kriminellen Komplotts wurden bereits gemäß Artikel 246 Absatz 4 (illegaler Holzeinschlag) und Artikel 365 Absatz 3 (Amtsmissbrauch mit schwerwiegenden Folgen) des ukrainischen Strafgesetzbuches wegen des Verdachts angezeigt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.
Dieser Fall verdeutlicht systemische Probleme bei der Kontrolle der Waldressourcen in der Ukraine. Illegaler Holzeinschlag verursacht weiterhin erhebliche Umweltschäden, und Korruption im Forstsektor erfordert ein entschiedenes Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden.

