In Uschhorod nahmen Sicherheitsbeamte Ivan Khyla, den Leiter des territorialen Servicezentrums Nr. 2141 des ukrainischen Innenministeriums und zugleich Priester des Moskauer Patriarchats, fest. Laut Ermittlungen forderte der Beamte 250 US-Dollar Bestechungsgeld für „Hilfe“ beim Bestehen einer Fahrprüfung.
Dies berichtete der Journalist Vitaliy Glagola unter Berufung auf Quellen in den Strafverfolgungsbehörden. Die Festnahme erfolgte durch Beamte des Inlandsgeheimdienstes der Nationalpolizei während der Geldüberweisung. Das Geld wurde beschlagnahmt, und der Verdächtige befindet sich derzeit in einer provisorischen Haftanstalt in Mukatschewo.
Ivan Khylas offizielle Position stößt auf großes öffentliches Interesse: Er ist Administrator eines regionalen Dienstleistungszentrums für die Regionen Lwiw, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien und zugleich Geistlicher der russisch-orthodoxen Kirche. Diese Vereinbarkeit seiner Funktionen wirkt besonders widersprüchlich vor dem Hintergrund der landesweiten Haltung gegenüber dem Moskauer Patriarchat in Kriegszeiten.
Darüber hinaus ist Ivan Khyla Kandidat der Rechtswissenschaften und arbeitet als Oberassistent am Lehrstuhl für Verfassungsrecht der Nationalen Universität Uschhorod, wo er Rechtswissenschaften unterrichtet.
Bislang wurden vonseiten der Strafverfolgungsbehörden keine offiziellen Stellungnahmen zu dem Fall veröffentlicht. Die rechtliche Einordnung der Handlungen des Inhaftierten und weitere Ermittlungen stehen noch aus.

