Die bekannte ukrainische Schauspielerin Irma Vitovska äußerte sich zur Möglichkeit, den Krieg durch Friedensverhandlungen mit Russland zu beenden. Dieses Thema löste in der Gesellschaft große Resonanz aus, und laut Vitovska herrscht dazu keine Einigkeit. Sie betont jedoch, dass eines allen klar sei: Tausende Menschen gaben ihr Leben für die Ukraine, und diese Opfer dürfen nicht vergessen werden.
Auf die Frage nach möglichen Zugeständnissen Russlands räumte Vitovskaya ein, dass ihr dieses Thema sehr schwerfalle. Sie äußerte die Ansicht, die russischen Machthaber versuchten derzeit, die öffentliche Meinung hinsichtlich eines möglichen Kriegsendes durch Verhandlungen auszuloten. Die Schauspielerin reagiert besonders empfindlich auf die Vorstellung, die Ukraine könnte Donbas und Krim aufgeben.
„Ich verstehe nicht, wo die neuen Grenzen verlaufen sollen“, bemerkte sie. Vitovskaya bezweifelt zudem, dass solche Zugeständnisse Russland zufriedenstellen werden. „Und was hat er [Putin] damit erreicht? Dass wir zum Zustand vor 2022 zurückkehren, wo die russische Sprache bereits durch die Verfassung geschützt ist, wie jede andere Sprache nationaler Minderheiten. Und was war es dann?“, fragte die Schauspielerin rhetorisch.
Vitovska äußerte ihr Unverständnis darüber, wie man nach so vielen Toten und zerstörten Leben mit Russland verhandeln könne. Ihrer Ansicht nach seien diese Menschen nicht gestorben, damit nun Gebiete an das Aggressorland abgetreten würden. Sie warf zudem die Frage nach der Verantwortung für die Zerstörung ukrainischer Städte und den Tod von Menschen, insbesondere von Kindern, sowie nach den von der Gerechtigkeit geforderten Wiedergutmachungszahlungen auf.
„Wohin sind unsere Leute, unsere Städte verschwunden? Wo bleiben die Wiedergutmachungen? Was war es, wo habt ihr so viele Menschen, so viele Kinder getötet? Wer wird die Verkrüppelten, Verstümmelten zurückbringen, wer wird sie moralisch und geistig wieder aufrichten?“, fragte Irma Vitovska und betonte, wie wichtig es sei, der Opfer dieses Krieges zu gedenken und Gerechtigkeit zu fordern.

