Am Freitag, dem 7. Juni, wurde bekannt, dass Russland die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko auf die Fahndungsliste gesetzt hat.
Dies berichtete die staatliche Propagandaagentur TASS.
Auf dem Fahndungsschreiben heißt es, die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko werde gemäß einem Artikel des russischen Strafgesetzbuches gesucht. Welcher Artikel gemeint ist, wird jedoch nicht angegeben.
Zur Erinnerung: Julia Timoschenko war die erste Frau, die das Amt der Ministerpräsidentin der Ukraine innehatte. Sie bekleidete dieses Amt zweimal – 2005 und von 2007 bis 2010.
Seit 2001 ist Tymoschenko Vorsitzende der politischen Partei „Batkiwschtschyna“. Sie ist siebenmalige Abgeordnete des ukrainischen Parlaments.
Sie nahm dreimal an den Präsidentschaftswahlen der Ukraine teil: 2010, 2014 und 2019.
Bereits am 4. Mai setzte das russische Innenministerium den amtierenden ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie den fünften Präsidenten Petro Poroschenko auf die Fahndungsliste. Das ukrainische Außenministerium bezeichnete diese Entscheidung als Zeichen der Verzweiflung.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Selenskyj und Poroschenko seien im Rahmen von „Ermittlungen wegen von den ukrainischen Behörden begangener Verbrechen“ auf die Fahndungsliste gesetzt worden.
Ein paar Tage später waren die Fahndungsaufrufe für Selenskyj und Poroschenko jedoch von der Website des russischen Innenministeriums verschwunden

