Rechtsanwalt Vladislav Derii erläuterte das Vorgehen, wenn ein Mitarbeiter eines strategisch wichtigen Unternehmens vom Zentralen Verbrecherkorps (ZVK) gesucht wird, das Unternehmen ihn aber selbst zum Militärdienst melden möchte. Laut Gesetz kann eine solche Person erst nach Streichung von der Fahndungsliste festgenommen werden, theoretisch ist dies jedoch ohne persönlichen Besuch beim Wehrdienstamt möglich.
Nach geltendem Recht können Angestellte von Unternehmen, die für die Wirtschaft und Verteidigung der Ukraine von strategischer Bedeutung sind, vom Wehrdienst befreit werden. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist jedoch, dass gegen sie kein Haftbefehl wegen Verstoßes gegen die Wehrpflicht vorliegt.
Vladyslav Derii, ein Anwalt des Portals „Yuristy.UA“, merkt an: Besteht der Verdacht, dass ein Mitarbeiter irrtümlich auf die Fahndungsliste gesetzt wurde, kann man per Post einen Antrag an das zuständige regionale Rekrutierungszentrum stellen.
„ Wenn Sie versuchen möchten, dieses Problem aus der Ferne zu lösen, senden Sie einen Einschreibebrief an die Adresse der CCC, an der Sie registriert sind. Bitten Sie in Ihrem Einspruch darum, den fehlerhaften Eintrag aus dem „Oberig“-Register zu streichen “, rät Derii.
Er betont, dass ein solches Verfahren nur im Falle eines offensichtlichen Fehlers Erfolg verspricht. Zum Beispiel, wenn eine Person ihre Buchführungspflichten nicht physisch verletzt hat, die Daten im Register aber fehlerhaft aktualisiert wurden.
Der Anwalt räumt ein, dass die Streichung von der Fahndungsliste aus der Ferne eher die Ausnahme als die Regel ist:
«Unter den heutigen Bedingungen ist dies ohne einen Besuch beim CCC äußerst schwierig. Oft wird statt der Löschung der Fahndungsliste eine neue Vorladung verschickt, oder der Antrag wird gänzlich abgelehnt».
Daher rät der Anwalt: Wenn es sich um eine kritische Angelegenheit handelt, ist es besser, sie persönlich oder mit Hilfe eines Anwalts zu lösen.
Es ist wichtig zu verstehen: Auch im Falle einer erfolgreichen Durchsuchung bleibt der Mitarbeiter im Wehrdienst und muss die entsprechenden Vorschriften einhalten. Sollte die Durchsuchung auf einen tatsächlichen Pflichtverstoß zurückzuführen sein, ist eine persönliche Stellungnahme gegenüber dem CCC nicht möglich.

