Das verschmutzte Wasser fließt weiter in Richtung Kiew, doch die Ausbreitung verlangsamt sich allmählich und ist weiterhin unter Kontrolle. Dies gab der stellvertretende Bürgermeister und Sekretär des Kiewer Stadtrats, Wolodymyr Bondarenko, im Fernsehsender Espresso bekannt.
Bondarenko merkte an, dass die Verschmutzung laut staatlicher Umweltinspektion und staatlicher Wasserbehörde nicht den gesamten Fluss Desna bedeckt, sondern sich auf seinen mittleren Abschnitt konzentriert. Sie sinkt allmählich zu Boden, was Hoffnung auf eine Minimierung der Risiken für die Hauptstadt gibt.
„Stand heute Morgen ist die Situation weiterhin unter Kontrolle. Die staatliche Wasserbehörde, die Umweltinspektion und die städtischen Dienste überwachen ständig den Zustand des Wassers und führen fortlaufend Analysen von Wasserproben durch“, bemerkte Bondarenko.
Er versicherte außerdem, dass Kyivvodokanal im Falle einer Verschlechterung der Lage zusätzliche Mittel einsetzen werde, um die sichere Wasserqualität für die Kiewer Bevölkerung zu gewährleisten. Ein pessimistisches Szenario, demzufolge die Nutzung der Wasserentnahmestellen am Fluss Desna eingestellt werden könnte, wird zwar erwogen, doch gibt es bisher keine Anzeichen für eine solche Entwicklung.
Zur Erinnerung: Der Fluss Desna ist die Hauptwasserquelle für Kiew und liefert 70 % des Trinkwassers für die Einwohner der Hauptstadt. Im Falle einer Verschlechterung der Wasserqualität ist die Hauptstadt bereit, auf alternative Wasserquellen umzusteigen.
Bis zum 10. September wurden in Trinkwasserproben aus der Umgebung von Kiew keine Überschreitungen der hygienisch-chemischen und bakteriologischen Grenzwerte festgestellt.

