Am 21. Februar gedenken orthodoxe Christen gemäß dem neuen Kirchenkalender des heiligen Timotheus von Olympia, des Erzbischofs Eustathius von Antiochia und der Kozelshchyna-Ikone der Mutter Gottes. Dieser Tag wird im Volksmund auch Frühlings-Timotheus genannt, da ab dieser Zeit die allmähliche Erwärmung einsetzt und die Menschen den Frühling erwarten. Gläubige feiern ihn zudem als Gedenktag an den heiligen Timotheus von Olympia, einen Einsiedler, der im 8. Jahrhundert lebte.
Der heilige Timotheus von Olympia wurde in Italien geboren und erlangte seinen Namen durch sein Wirken in der Nähe des Olymp, wo er in einem Kloster wirkte. Später zog er sich als Einsiedler zurück und lebte viele Jahre in Abgeschiedenheit, betete und reiste durch die Wüste. Der Heilige erlangte die Gabe der Heilung und der Austreibung böser Geister, und sein Leben wurde zu einem Vorbild an Frömmigkeit und Gottesliebe.
Die Kozelshchyna-Ikone der Muttergottes verdankt ihren Namen der Stadt Kozelshchyna in der Region Poltawa. Berühmt wurde sie durch ein Wunder: Eine Gräfin wandte sich ihr zu und wurde von einer Lähmung geheilt. Die Ikone wurde als wundertätig angesehen, und in der Folge pilgerten zahlreiche Gläubige zu ihr. Heute wird sie im Kloster Mariä Geburt in Kozelshchyna aufbewahrt.
Laut Volksglauben kündigt das Wetter am 21. Februar, dem Frühlingstag, den Beginn des Frühlings an. Ist die Luft an diesem Tag warm und trocken, bedeutet dies einen warmen Frühling. Beginnt der Saftfluss in den Zweigen, ist es Zeit für die erste Feldarbeit. Ab diesem Tag setzt auch der Saftfluss in Ahorn und Birken ein, daher sollten Bäume nicht gefällt werden.
An diesem Tag verurteilt die Kirche üble Nachrede, Klatsch, Lügen, Faulheit und Neid. Gläubigen wird geraten, Hilfe nicht abzulehnen und Tiere nicht zu beleidigen. Dieser Tag eignet sich auch gut für eine gründliche Hausreinigung.

