Das Gesundheitsministerium hat die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, die Ausschreibung für die Reparatur des im Juli durch Raketenbeschuss beschädigten Krankenhausgebäudes in Ochmatdyt genauer zu prüfen. Dies gab Gesundheitsminister Viktor Ljaschko bekannt.
Lyashko wies darauf hin, dass am 2. August alle Interessierten Gelegenheit haben werden, Fragen zu dieser Ausschreibung zu stellen. „Ich lade Sie herzlich ein, dies um 14:00 Uhr in Okhmatdyt zu tun. Ich werde dort gemeinsam mit der Geschäftsleitung von Okhmatdyt und Vertretern des Fonds anwesend sein“, so der Minister. Er betonte, dass der Vertrag mit dem Auftragnehmer noch nicht unterzeichnet sei, da dessen Eignung zur Ausführung der erforderlichen Arbeiten noch geprüft werde.
Lyashko versprach zudem, dass nach Unterzeichnung des Abkommens volle Transparenz des Verfahrens gewährleistet sein werde. Täglich würden Berichte veröffentlicht, um die Öffentlichkeit über die Verwendung der von gemeinnützigen Stiftungen für die Sanierung des Krankenhauses gesammelten Gelder zu informieren.
Mehr als 800 Millionen Hrywnja sind auf den Konten von Wohltätigkeitsfonds für den Wiederaufbau von Okhmatdyt eingegangen.
Den Zuschlag für die Ausschreibung erhielt die Firma „Bud-Technologies“ LLC mit einem Angebot von 307 Millionen Hrywnja (ohne MwSt.). Dieses Angebot war das drittteuerste unter den 14 Teilnehmern des Wettbewerbs. Ein Dutzend weiterer Firmen boten die Arbeiten deutlich günstiger an, zwischen 42 und 286 Millionen Hrywnja. Der Auftraggeber verzichtete jedoch ohne Angabe von Gründen auf Verhandlungen mit diesen Firmen.
Eine Analyse von Nashi Groshi ergab, dass mindestens sieben der zehn günstigsten Angebote vollständig ausgearbeitete Kostenvoranschläge mit Preisen für verschiedene Arbeiten enthielten. Die Publikation deckte zudem überhöhte Preise für die Reparatur von Reynaers-Fassadenverbundplatten und die Innenwandgestaltung mit HP-Platten auf.

