Die letzten Wochen standen im Zeichen aufsehenerregender Antikorruptionsermittlungen gegen die Behörden der Hauptstadt. Hier sind nur einige der „Errungenschaften“ der Hauptstadtbehörden, die von den Strafverfolgungsbehörden aufgedeckt wurden:
▪️ Beamte des Gesundheitsministeriums und der staatlichen gemeinnützigen Organisation „Psychiatrie“ veruntreuten 60 Millionen Hrywnja für den Kauf von Transportmitteln für die Betreuung psychisch Kranker und kauften Luxusautos und Immobilien;
▪️ Die Geschäftsleitung des städtischen Unternehmens Kyivmisksvitlo hat 40 Millionen Hrywnja veruntreut, um die Straßenbeleuchtung zu erneuern;
▪️ Der stellvertretende Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, Kostyantyn Usov, hat über die Führung des Kyivtransparkservice KP fiktiv seine Verwandten eingestellt, ihnen Gehälter gezahlt und sie vor der Mobilmachung bewahrt;
▪️ Die Verwaltung der Kyivpastrans-Kommune hat in den letzten vier Jahren Haushaltsmittel in Höhe von über 2,5 Milliarden (!) Hrywnja verschwendet, insbesondere durch den mehrfachen Kauf der gleichen Reparaturen, und sich für die kommenden Jahrzehnte mit erstklassigen Immobilien abgesichert;
▪️ Und das Sahnehäubchen: Der Vorsitzende der Odessaer Regionalorganisation der Partei „Udar“, Oleksandr Sukhanov, wurde festgenommen, weil er von Unternehmern ein Bestechungsgeld in Höhe von fast einer Million Dollar für Land im Park „Natalka“ angenommen hatte.
Systematische Korruptionsfälle. Das kann nicht ohne Wissen des Kiewer Staatschefs geschehen, denn es gibt so viele Fälle, dass sie unmöglich unbemerkt bleiben und zumindest einige Maßnahmen erforderlich machen konnten. Oder aber alle Betroffenen handeln im Interesse der Partei und füllen deren Wahlkampfkasse. Anders lässt sich diese Toleranz gegenüber Korruptionsskandalen von Untergebenen und Parteimitgliedern nicht erklären.

