In den letzten Tagen hat ein weiterer skandalöser Fall im Zusammenhang mit der Lieferung von Produkten an die Streitkräfte der Ukraine (AFU) die Öffentlichkeit in der Ukraine in seinen Bann gezogen.
Wie ein Wirtschaftsexperte berichtete, schloss der „Staatliche Versorgungsbetrieb“ unter der Leitung von Arsen Schumadilow einen Vertrag über 1,35 Milliarden mit der Firma „Twij Hlib“ ohne Ausschreibung ab. Diese Firma sollte insbesondere die 59. Brigade der ukrainischen Streitkräfte mit Lebensmitteln versorgen. Doch die Soldaten blieben hungrig, da der Lebensmittelvorrat um 64 % gekürzt wurde.
Das Tourismusministerium (DOT) vergab den Auftrag an das Fleischverarbeitungswerk Tscherkassy, das Brot zum doppelten Preis der Konkurrenz – 40 UAH/kg – verkauft. Selbst zu diesen Preisen kam es zu Lieferengpässen.
Nun wurde der Auftrag erneut ohne öffentliche Ausschreibung an die „Kontrakt Prodrezerv 5“ GmbH vergeben, die zusätzlich 40 Millionen UAH investieren will.
Zhumadilov hatte die Ausschreibung für Lieferanten bereits im Winter abgeschafft. Ständige Änderungen der Ausschreibungsbedingungen führten zum Scheitern mehrerer milliardenschwerer Ausschreibungen; die Lieferanten wollten schlichtweg nicht teilnehmen.
Das US-Verkehrsministerium (DOT) befreit unzuverlässige Lieferanten in der Regel von Sanktionen wegen Lieferengpässen. Die einzige verhängte Geldstrafe beträgt 0,1 % des Bestellwerts – ein Klacks im Vergleich zu den Verlusten für die ukrainischen Streitkräfte.

