Am 24. Januar gedenken orthodoxe Christen nach dem neuen Ritus der heiligen Xenia von Mila und nach dem alten Ritus des heiligen Theodosius des Großen. Beide Heilige haben eine bedeutende spirituelle Rolle, und die Traditionen, Zeichen und Verbote dieses Tages sind eng mit ihrem Leben verbunden.
Die Ehrwürdige Xenia, weltweit bekannt als Eusebia, lebte im 5. Jahrhundert und entstammte einer römischen Adelsfamilie. Sie gab ihr luxuriöses Leben auf, um sich ganz dem Dienst an Gott und den Menschen zu widmen. Zu ihren Wirkungsstätten gehörten der Bau von Kirchen, die Gründung von Klöstern und die Unterstützung der Armen. Aufgrund ihrer Tugenden wurde sie zur Verkörperung von Nächstenliebe, Demut und Güte.
Zeichen und Volksglauben
Die Menschen nennen den 24. Januar den Feiertag „Ksenia-Pivzymnitsa“, weil dieser Tag die Mitte des Winters und den Übergang zum Frühling symbolisiert. Die Menschen beobachteten das Wetter aufmerksam:
- Wenn die Sonne warm scheint, dann kommt der Frühling früh.
- Ein Schneesturm kündigt einen späten Frühling an.
- Ein warmer Tag verheißt einen regnerischen Frühling.
Dieser Tag wurde auch Halbwintertag genannt, weil man glaubte, dass bis zur neuen Ernte noch genauso viele Vorräte übrig sein würden, wie verbraucht worden waren.
Was man am 24. Januar vermeiden sollte
Die Kirche warnt vor negativen Gefühlen und Handlungen:
- Streitet nicht mit anderen und beleidigt sie nicht.
- Übernehme keine schweren Aufgaben oder neue Unternehmungen – das könnte zum Scheitern führen.
- Vermeiden Sie es, sich die Haare oder Nägel zu schneiden und Ihr Zuhause zu putzen, da man annimmt, dass dies Ihrer Gesundheit schaden kann.
Was kannst du an diesem Tag tun?
An diesem Tag beten die Gläubigen zur heiligen Xenia und bitten sie um Hilfe im Familienleben, um Heilung und um Beistand in schwierigen Lebenslagen. Es ist auch wichtig, Gutes zu tun: Bedürftigen zu helfen, ältere oder kranke Menschen zu besuchen und ihnen ein freundliches Wort zu sagen.
Engelstag, 24. Januar
Nach dem neuen Kalender werden an diesem Tag Ksenia, Gerasym, Ivan, Mykola, Pavel und Timofey beglückwünscht. Nach dem alten Kalender werden Fedor, Mikhail, Stepan, Terenty, Joseph, Vitaliy, Volodymyr und Mykola beglückwünscht.
Das Fest der Xenia von Mila ist ein Beispiel für Glauben, Güte und Demut. Möge dieser Tag uns an die Bedeutung spiritueller Bereicherung und der Fürsorge für andere erinnern.

