Maschinengewehrschützin Maria Voitenko: ein Vorbild für die Soldaten der ukrainischen Streitkräfte 

Maria Voitenko, eine der wenigen weiblichen Maschinengewehrschützinnen in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte, kehrte nach ihrem Militärdienst erfolgreich ins zivile Leben zurück. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für Willensstärke, Beharrlichkeit und gelungene Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Voitenko sagte insbesondere, dass sie davon geträumt habe, die Militärakademie in Odessa zu absolvieren, stattdessen aber einen Vertrag zum Dienst in den ukrainischen Streitkräften unterzeichnet habe. Sie fügte hinzu, dass der Dienst in der Armee seit ihrer Kindheit ihr Traum gewesen sei. Sie habe jedoch nicht erwartet, dass sie mit einem Maschinengewehr dienen müsse.

Zu jener Zeit war Maria eine der wenigen weiblichen Maschinengewehrschützinnen in der Ukraine. Ihre Fähigkeiten wurden selbst von erfahrenen Militärangehörigen beneidet.

„Das Bataillon war sehr stolz auf mich, denn diese Waffe ist schwer zu beherrschen, besonders da sie von einer Frau gemeistert wurde. Ich war ein Vorbild für meine Kameraden“, sagte die Veteranin.

Im Herbst 2022 kehrte Maria zu ihrer Familie zurück.

Maria gibt zu, dass die Rückkehr vom Militär ins Hinterland schwierig war.

Als ich im Oktober nach Hause zurückkehrte, war zunächst ein, zwei Wochen alles normal für mich, dann zog ich mich immer mehr zurück, weil ich telefonisch keinen Zugang zu meinen Eltern fand, nicht wusste, was mit meinen Geschwistern los war und was sonst noch so vor sich ging. Bei meinen Eltern und meinem Kind zu sein, war eine völlig andere Welt für mich

– sagt der Veteran.

Deshalb beschloss Maria, eine Stelle auf der Geflügelfarm der Firma MHP in Vinnytsia anzunehmen. Laut ihren Angaben ist die Arbeit für sie gleichzeitig eine große Verantwortung und Freude.

„Hier kann ich mich weiterentwickeln, hier habe ich Kollegen, die mich unterstützen. Wir helfen einander. Das ist wie eine kleine Familie für mich, deshalb komme ich sehr gerne hierher. So kann ich mich ablenken und versuchen, nach vorne zu blicken“, erzählte der Veteran.

Die Leiterin der Qualitätskontrollabteilung des Geflügelzuchtbetriebs Winnyzja, Anastasia Khrin, merkt an, dass Maria Voitenko schnell zum Team stieß.

„Kollegen beschreiben sie als fröhliche Person, die für gute Stimmung im Team sorgt. Sie wollte sich beruflich weiterentwickeln und war offen für alles Neue, daher fiel ihr die Einarbeitung sehr leicht“, sagte Anastasia Khrin.

Für eine systematische und umfassende Unterstützung war MHP eine der ersten Organisationen in der Ukraine, die das Veteranen-Reintegrationsprogramm „MHP Poruch“ ins Leben rief. Maria erhielt medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung und plant, in naher Zukunft mit ihrem Kind eine Kunsttherapie zu besuchen.

Der Veteran Viktor Mayorov arbeitet ebenfalls in demselben Unternehmen, mittlerweile als Verwaltungsspezialist. Vor dem Krieg war er in der Geflügelfabrik Winnyzja tätig, nach seiner Rückkehr aus dem Militärdienst wurde eigens für ihn eine neue Stelle geschaffen.

„Ich wurde 2023 mobilisiert und diente in der 46. selbstständigen Luftlandebrigade. Dort war ich zunächst Kampfflugzeugpilot, dann hatte ich die Möglichkeit, mich zum UAV-Operator und Artilleriejustierer weiterzubilden“, sagte der Mann.

Im vergangenen Herbst wurde Viktor in der Region Saporischschja durch eine feindliche Mine schwer verletzt und verlor ein Bein. Nach zwei schweren Operationen kann der Veteran dank einer Prothese wieder gut laufen und kehrte so zu seiner Arbeit auf dem Geflügelhof in Winnyzja zurück. Im Rahmen des Programms „MHP Poruch“ wurde Viktor vom Unternehmen und seinen Kollegen kontinuierlich unterstützt: Während seines Fronteinsatzes wurden ihm sein Arbeitsplatz und sein Gehalt weiterbezahlt, und er erhielt Unterstützung bei der Ausrüstung.

Natürlich wollte ich arbeiten, aber ich dachte, das wäre wegen meiner fehlenden Gliedmaßen nicht möglich. Sie boten mir eine bessere Stelle an, eine sitzende Tätigkeit. Ich war sehr froh über die Möglichkeit zu arbeiten

– sagte der Veteran gegenüber Reportern.

Referenz

„MHP Poruch“ ist ein Programm zur individuellen Begleitung und umfassenden Unterstützung von Militärangehörigen, Veteranen und ihren Familien. Es richtet sich an Mitarbeiter und Einwohner von Gemeinden, in denen MHP-Unternehmen ansässig sind. Das Programm unterstützt Militärangehörige, Veteranen und ihre Familien während ihres Dienstes und nach ihrer Rückkehr aus dem Krieg: humanitäre Hilfe für Militäreinheiten; medizinische Untersuchung, Behandlung und Rehabilitation; rechtliche und psychologische Unterstützung; soziale Wiedereingliederung; berufliche Anpassung und inklusive Sportangebote.

Im Mai 2023 startete das Unternehmen das Programm „MHP Poruch“ zur Unterstützung von Militärangehörigen, Veteranen und deren Familien. Im Herbst 2023 nahm das Zentrum für den Austausch mit Militärangehörigen und Veteranen im Rahmen dieses Programms seine Arbeit auf. Dessen Koordinatoren und Experten stehen in direktem Kontakt mit den Soldaten und ihren Familienangehörigen und bieten individuelle und umfassende Unterstützung.

Aktuell verteidigen über 2.600 Mitarbeiter von MHP die Ukraine an der Front. Bereits 433 Veteranen sind ins Unternehmen zurückgekehrt, und für 216 von ihnen wurden neue Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus haben weitere 115 Veteranen nach ihrer Demobilisierung ihren Dienst wieder aufgenommen. Seit Beginn des Ersten Weltkriegs setzt sich das Unternehmen mit aller Kraft dafür ein, unsere Verteidiger auf ihrem Weg der Genesung und Wiedereingliederung zu unterstützen.

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