China führt ab dem 1. September 2024 neue Beschränkungen für die Lieferung von Drohnen und deren Komponenten ein, die den Markt für die Lieferung dieser Technologien erheblich beeinträchtigen werden. Ab sofort dürfen Quadcopter sowie deren Komponenten wie Motoren, Signalverstärker, Controller und Kameras nicht mehr per regulärem Postpaket versendet werden.
Der Lieferdienst Meest teilte mit, dass auch Walkie-Talkies, Funkgeräte und Systeme für die elektronische Kampfführung (EW) Beschränkungen unterliegen werden. Diese Artikel dürfen künftig nur noch als Handelsware versendet werden, was neue Hürden in den Logistikketten mit sich bringt.
Diese Änderungen haben bereits Besorgnis beim ukrainischen Militär und bei Aktivisten in den sozialen Medien ausgelöst. Viele befürchten, dass die neuen Regeln die Lieferung chinesischer FPV-Drohnen an die Front erschweren werden, da die meisten inländischen Drohnen aus chinesischen Komponenten bestehen.
„Diese Einschränkungen könnten unsere Fähigkeit, Drohnen an die Front zu liefern, ernsthaft beeinträchtigen. Konnten wir früher schnell Komponenten für die Montage von Drohnen beschaffen, wird dieses Verfahren nun wesentlich komplizierter und teurer“, kommentierte das Militär.
Die chinesischen Beschränkungen, die Teil neuer internationaler Standards zur Kontrolle des Exports von Dual-Use-Technologien sind, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eingesetzt werden können, dürften sich voraussichtlich auf den globalen Drohnenmarkt auswirken und könnten Unternehmen dazu zwingen, neue Lieferwege zu suchen oder auf andere Komponentenquellen umzusteigen.

