Laut Aussage des ukrainischen Außenministers wäre die Lage in einem anderen Land, das unter einer derart massiven Energiezerstörung leiden würde, weitaus schlimmer.
Die Hälfte der ukrainischen Energieinfrastruktur sei durch russischen Beschuss beschädigt worden, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba in einem Interview mit Foreign Policy, das am 1. Mai veröffentlicht wurde.
Auf die Frage eines Journalisten nach den Auswirkungen des US-Hilfspakets auf die Moral der Regierung antwortete Kuleba, dass die Moral der Ukrainer noch höher gewesen wäre, wenn das Paket auch eine Patriot-Batterie enthalten hätte.
„Die Einführung der Patriot-Batterie würde die Moral des ukrainischen Militärs und der ukrainischen Bevölkerung sicherlich stärken. Hätte das unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes angekündigte Maßnahmenpaket die Patriot-Batterie beinhaltet, hätte es die öffentliche Unterstützung noch stärker mobilisiert, da die Ukrainer besonders unter den Raketenangriffen Russlands leiden“, sagte Kuleba.
Der Minister betonte unterdessen, dass die Lage im Falle einer ähnlichen Situation im Energiesektor in einem anderen Land noch schlimmer aussehen könnte.
„Russische ballistische Raketen sind die wahre Geißel dieses Krieges. In letzter Zeit wurden sie hauptsächlich eingesetzt, um unser Energiesystem zu zerstören. Ich meine, wenn ein anderes Land eine derart massive Zerstörung seiner Energieversorgung erlitten hätte, stünde es weitaus schlechter da als die Ukraine. Wir sind stark, weil wir viele wichtige Lektionen gelernt haben. Wir sind widerstandsfähig und uns ist bewusst, wie viel auf dem Spiel steht. Um dies Ihren Zuschauern zu verdeutlichen: Die Hälfte unseres Energiesystems ist zerstört, und dennoch führen wir das Land weiter, führen Militäroperationen durch und erhalten Unterstützung aus aller Welt“, erklärte Kuleba.

