Im vergangenen Jahr wurden in der Ukraine 3,1 Millionen Gerichtsverfahren registriert, etwas mehr als im Jahr 2023. Dies berichtet Opendatabot unter Berufung auf Daten der staatlichen Justizverwaltung. Die Zahl der Strafverfahren stieg am stärksten, während die Zahl der Wirtschaftsverfahren zurückging.
Im Jahr 2023 wurden 332.000 Strafsachen vor Gericht verhandelt, im Jahr 2024 waren es bereits 528.000 – ein Anstieg um das 1,6-Fache. Auch die Zahl der Zivilverfahren stieg – von 982.000 auf 1 Million (plus 7 %).
Gleichzeitig ging die Zahl der Fälle vor Handelsgerichten um 14 % und vor Verwaltungsgerichten um 11 % zurück. Auch die Zahl der Fälle wegen Ordnungswidrigkeiten sank um 5 %.
Worüber klagen Ukrainer am häufigsten?
Die Gerichte befassten sich mit der größten Anzahl von Fällen im Bereich des Zivilrechts. Darunter:
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Schulden bei Versorgungsunternehmen — 298.000 Fälle oder 28 % aller Zivilprozesse;
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Darlehen und Kredite — 126 Tausend (12%);
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Scheidungen — 120 Tausend (11,5 %).
Unter den Verwaltungsverfahren stehen Rentenfragen an erster Stelle:
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Fälle von Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst — 151 Tausend (33,7 %);
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Rentenversicherung — 85 Tausend (19%);
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Leistungen für „Tschernobyl-Überlebende“ – 22 Tausend (5 %).
Handelsgerichte berücksichtigen am häufigsten Folgendes:
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Verfahrensrechtliche Verfahren — 7,3 Tausend Fälle (12%);
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Waren- und Dienstleistungsangebot — 9,4 %;
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Energie - 7,6 %.
Laut Statistiken aus dem Jahr 2024 gehen Ukrainer am häufigsten wegen Schulden, Scheidungen und Rentenstreitigkeiten vor Gericht, und die Gesamtzahl der Fälle bleibt konstant hoch – über drei Millionen pro Jahr.

