Bis Ende 2025 könnten die Brotpreise in der Ukraine um 20 % steigen. Diese Prognose äußerte der Vorsitzende des gesamtukrainischen Bäckerverbandes, Oleksandr Taranenko, in einem Kommentar gegenüber den Medien.
„Ich wäre nicht überrascht, wenn das passiert. Alles läuft darauf hinaus“, bemerkte Taranenko.
Laut seinen Angaben sind die Hauptgründe für den möglichen Preisanstieg die gestiegenen Preise für alle wichtigen Zutaten von Backwaren: Mehl, Hefe, Fette und Zucker. Hinzu kommen indirekte Kosten wie Strom, Logistik sowie Lohnerhöhungen in systemrelevanten Betrieben, die Arbeitskräfte halten können.
Taranenko betonte, dass die neuen Anforderungen an die Höhe der Vergütung ein Mindestgehalt von 20.000 Hrywnja für dieses Personal vorsehen, was zusätzlich Druck auf die Produktionskosten ausübt.
Gleichzeitig räumte er ein, dass die Brotpreiserhöhung die ärmsten Bevölkerungsschichten am härtesten treffen wird. Laut Schätzungen des Verbandes sind die Ausgaben für Brot im Gesamtbudget einer durchschnittlichen ukrainischen Familie jedoch weiterhin relativ gering, sodass die finanziellen Auswirkungen insgesamt nicht gravierend sein werden.
Der Verband rät den Ukrainern, sich auf mögliche Veränderungen vorzubereiten, und fordert den Staat auf, die Situation bei der Gestaltung der Sozialschutzpolitik für die Bevölkerung zu berücksichtigen.

