verschwand Stepan Bilchenko . Am nächsten Tag wurde er mit schweren Verletzungen, darunter einem Schädelbruch und Hämatomen, am Straßenrand bei Schytomyr gefunden.
Laut Aussage von Bilchenkos Nachbarn, der sein Verschwinden als Erster meldete, wurde der Mann gegen 9:00 Uhr morgens in der Nähe des Stryi-Marktes in Lwiw entführt. Diese Information wird von der Organisation Gender Stream bestätigt. Zuletzt wurde er in Begleitung von Mitarbeitern des Territorialen Rekrutierungszentrums (TRC) gesehen, die ihn – unbestätigten Berichten zufolge – innerhalb weniger Stunden zu einer militärmedizinischen Untersuchung zwangen.
Er wurde am 8. Februar auf einer Autobahn nahe Schytomyr gefunden. Ein Passant bemerkte den Mann in einem kritischen Zustand und rief einen Krankenwagen. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht, wo Ärzte schwere Verletzungen, darunter Hirnschäden und Schwellungen, diagnostizierten. Sein Zustand ist weiterhin kritisch.
Gender Stream, wo Bilchenko als Beobachter von Hassverbrechen tätig war, bestätigte seine Entführung und kündigte die Einleitung eines Strafverfahrens an. Die Organisation betonte, dass der Fall sowohl eine kriminelle Komponente als auch einen Bezug zu seiner beruflichen Tätigkeit haben könnte.
Stepan Bilchenko war auch für seine akademische Tätigkeit bekannt. Er arbeitete als Laborassistent am Lehrstuhl für Kernphysik der Nationalen Iwan-Franko-Universität in Lwiw. Zu seinen Aktivitäten zählten wissenschaftliche Arbeit und Aktivismus gegen Hass und Diskriminierung.
Die Strafverfolgungsbehörden haben sich bisher nicht offiziell zu den Motiven des Angriffs auf Bilchenko geäußert. Es ist weiterhin unklar, ob der Vorfall mit seiner Tätigkeit bei Gender Stream in Zusammenhang steht oder ob er auf willkürliches Handeln von CCC-Mitarbeitern zurückzuführen ist.
Diese Geschichte hat bei Aktivisten und Menschenrechtsverteidigern eine Welle der Empörung ausgelöst, die eine transparente Untersuchung fordern. Gleichzeitig stellt sich die Gesellschaft die Frage: Wie konnte eine Person in Lemberg spurlos verschwinden und Hunderte von Kilometern entfernt mit schweren Verletzungen wiedergefunden werden?

