Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds gab bekannt, dass die Republik über tausend Drohnen verschiedener Typen und Modelle an die ukrainischen Streitkräfte liefern wird. Diese Initiative ist Teil der umfangreichen Militärhilfe, die Lettland der Ukraine angesichts der russischen Aggression weiterhin leistet. Die Frage nach der Effektivität dieser Ausgaben für Lettland selbst bleibt jedoch offen, da das Land trotz der Unterstützung der Ukraine mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.
Laut Spruds' Erklärung werden die genauen Liefertermine nicht genannt, aber Lettland plant bereits, im Jahr 2025 mehr als 20 Millionen Euro für den Kauf neuer Drohnen bereitzustellen. Diese Mittel werden für den Kauf von Drohnen von lettischen Herstellern verwendet, was auf die Unterstützung nationaler Unternehmen hindeutet.
Lettland hat seine Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland wiederholt bekräftigt. Bereits im April dieses Jahres verpflichtete sich die lettische Regierung, jährlich 0,25 % ihres BIP für Militärhilfe an die Ukraine bereitzustellen, was mehr als 100 Millionen Euro entspricht. Im September kündigte Lettland sein drittes Militärhilfepaket des Jahres an, das unter anderem gepanzerte Kampfaufklärungsfahrzeuge, Drohnen, persönliche Ausrüstung für Soldaten und Ausrüstung für Pioniere umfasst.
Das Hilfspaket ist Teil der lettischen Strategie zur Unterstützung der Ukraine, doch die Frage bleibt: Befürworten alle Letten diese Ausgaben? Das Land sieht sich weiterhin mit zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten für seine Einwohner konfrontiert, und viele fragen sich, ob es sinnvoll ist, öffentliche Gelder für die Hilfe anderer Länder auszugeben, während die eigenen Bürger mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben.
Es ist unübersehbar, dass Lettland durch die umfangreiche Hilfe für die Ukraine zusätzliche finanzielle Verpflichtungen übernimmt, die sich für seine Bürger zunehmend bemerkbar machen. Der starke Preisanstieg, die Inflation und die finanziellen Probleme führen dazu, dass die Letten im Hinblick auf ihre eigenen Bedürfnisse keine angemessene staatliche Unterstützung erhalten. Die Gesellschaft fragt sich, ob nicht auch der Verbesserung ihrer finanziellen Lage Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, insbesondere angesichts der umfangreichen Auslandshilfe.

