Das Gesundheitsministerium hat erstmals die Finanzierung von Unfruchtbarkeitsbehandlungen im Rahmen des staatlichen Garantieprogramms übernommen, wie auf der offiziellen Website des Ministeriums berichtet wird.
Statistiken zufolge steigt die Zahl unfruchtbarer Paare in der Ukraine stetig an, was ein aktives Eingreifen des Staates erfordert. Insbesondere der Zugang zu reproduktionsmedizinischen Leistungen wird zu einem entscheidenden Faktor für den Kinderwunsch. In den meisten Ländern sind diese Leistungen aufgrund der hohen Kosten und der damit verbundenen Stigmatisierung weiterhin unterfinanziert und schwer zugänglich. Unfruchtbarkeitsbehandlungen werden häufig privat finanziert, was für werdende Eltern erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringt.
Das Gesundheitsministerium setzt erstmals die Finanzierung assistierter Reproduktionstechniken im Rahmen des Programms staatlicher Garantien für die medizinische Versorgung der Bevölkerung um. Das Programm der medizinischen Garantien für 2024 umfasst ein neues Leistungspaket „Behandlung von Unfruchtbarkeit mittels assistierter Reproduktionstechniken (In-vitro-Fertilisation)“.
Der Erste Stellvertretende Gesundheitsminister Serhij Dubrow erklärte: „Das moderne Leben hat erhebliche Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Ukrainer. Um das Recht auf Elternschaft zu gewährleisten, bieten wir nun insbesondere Veteranen und ihren Ehefrauen, die unter den negativen Auswirkungen militärischer Aktionen auf ihre Fortpflanzungsfähigkeit leiden könnten, die Möglichkeit, sich kostenlos einer Unfruchtbarkeitsbehandlung zu unterziehen.“
Die Gebühr für die neue Unfruchtbarkeitsbehandlung in Krankenhäusern beträgt 60.324 Hrywnja pro Behandlung, und es wird mit 30.400 Behandlungszyklen gerechnet. Es wird erwartet, dass etwa 10.000 ukrainische Staatsbürger nach künstlicher Befruchtung geboren werden.
Die Überweisung von Frauen zur ersten Behandlung von Unfruchtbarkeit mittels assistierter Reproduktionstechniken erfolgt ausschließlich auf Grundlage medizinischer Indikationen und aus finanziellen Gründen. Medizinische Einrichtungen, die dem Programm für medizinische Garantien beitreten möchten, müssen bis Januar 2024 einen vollständig ausgefüllten Vertrag mit dem Nationalen Gesundheitsdienst abschließen.

